Fastcross 2026: Herlings gewinnt trotz Auftaktsturz
Jeffrey Herlings gewinnt das Fastcross 2026. / Foto: Ralph Marzahn
Drei Rennen, drei unterschiedliche Ausgangslagen und ein Gesamtsieger, der sich trotz zweier Laufsiege keinen Fehler mehr erlauben durfte. Beim Fastcross 2026 in Arsago Seprio setzte sich Jeffrey Herlings auf seiner Honda gegen Jan Pancar und Liam Everts durch. Vor allem die Konstanz des Slowenen Pancar sorgte dafür, dass der Kampf um den Gesamtsieg spannend blieb.
Dabei hatte Herlings bereits am Samstag gezeigt, wer auf der italienischen Strecke das Tempo vorgibt. Sowohl im Zeittraining als auch in der Superpole war der Niederländer der Schnellste. Am Sonntag musste er allerdings feststellen, dass Geschwindigkeit allein auf dem engen Kurs nicht ausreicht.
Pancar hält den Druck aufrecht
Während Herlings nach einem Sturz in der ersten Kurve des Auftaktrennens nur Fünfter wurde, sammelte Jan Pancar mit Rang zwei bereits wichtige Punkte. Der KTM-Pilot musste sich lediglich Tom Vialle geschlagen geben, der den ersten Lauf vor Pancar und Cooper Webb gewann.
Auch Liam Everts hatte keinen optimalen Start in den Renntag. Der Husqvarna-Pilot war ebenfalls in den Zwischenfall der ersten Runde verwickelt, kämpfte sich aber noch auf Platz vier nach vorne.
Damit lagen nach dem Auftakt gleich mehrere Fahrer aussichtsreich im Rennen um den Gesamtsieg. Besonders Pancar hatte sich mit seinem zweiten Platz eine gute Ausgangsposition geschaffen, während Herlings bereits unter Zugzwang stand.
Im zweiten Lauf änderten sich die Kräfteverhältnisse. Herlings setzte sich unmittelbar an die Spitze und fuhr einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg ein. Everts belegte Rang zwei vor Webb, während Pancar als Vierter erneut wichtige Punkte mitnahm.
Für Vialle wurde das zweite Rennen dagegen zum Rückschlag. Der Franzose lag lange auf Platz zwei, stürzte jedoch in den Schlussminuten und fiel auf Rang acht zurück. Damit war sein Vorsprung aus dem Auftaktsieg weitgehend aufgebraucht.
Herlings entscheidet das Duell im letzten Lauf
Vor dem dritten Rennen war vor allem eines klar: Herlings musste seine Geschwindigkeit erneut in ein entsprechendes Ergebnis umsetzen. Pancar hatte sich mit den Plätzen zwei und vier in eine gute Position gebracht und konnte weiterhin auf den Gesamtsieg hoffen.
Doch der Niederländer ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen. Wie schon im zweiten Lauf übernahm er die Führung und kontrollierte das Rennen bis ins Ziel. Pancar kam als Zweiter ins Ziel, Everts belegte Rang drei.
Damit standen auch die drei Fahrer fest, die bei der Siegerehrung auf dem Podium Platz nehmen durften. Herlings gewann mit den Laufergebnissen 5-1-1 vor Pancar (2-4-2) und Everts (4-2-3).
Bemerkenswert war dabei vor allem Pancars Leistung. Der Slowene gewann zwar keinen der drei Läufe, hielt sich aber konstant in der Spitzengruppe und ließ unter anderem die beiden US-Supercross-erfahrenen Piloten Cooper Webb und Tom Vialle hinter sich.
Webb zeigte mit den Plätzen drei, drei und vier ebenfalls eine ausgeglichene Vorstellung und wurde Gesamtvierter. Vialle blieb nach seinem Auftaktsieg dagegen nur Rang fünf. Sein Sturz im zweiten Lauf kostete ihn die Chance auf eine bessere Platzierung.
Für Herlings endete der Auftritt in Arsago Seprio dagegen mit einem weiteren Erfolg auf der Honda. Nach dem schwierigen Auftakt gewann er beide verbleibenden Rennen und bestätigte damit seine starke Form vom Samstag.
Fastcross 2026 – Gesamtergebnis
| Platz | Fahrer | Motorrad | Läufe |
|---|---|---|---|
| 1 | Jeffrey Herlings | Honda | 5-1-1 |
| 2 | Jan Pancar | KTM | 2-4-2 |
| 3 | Liam Everts | Husqvarna | 4-2-3 |
| 4 | Cooper Webb | Husqvarna | 3-3-4 |
| 5 | Tom Vialle | Honda | 1-8-5 |
| 6 | Arnaud Tonus | Yamaha | 6-6-7 |
| 7 | Cornelius Tøndel | Kawasaki | 9-7-6 |
| 8 | Cédric Soubeyras | Honda | 7-5-11 |
| 9 | Kevin Brumann | Husqvarna | 11-9-8 |
| 10 | Mattia Guadagnini | KTM | 10-15-9 |
