Das ADAC MX Masters 2026 zum Technik-Schaufenster
Der Start eines ADAC MX Masters 2026 dürfte die Markenvielfalt Widerspiegeln
Wenn im April das Startgatter der neuen ADAC MX Masters Saison fällt, geht es natürlich wieder um Punkte, Pokale und Meisterschaften. Doch wer genauer hinschaut, erkennt schnell: Die Serie wird längst nicht nur auf der Strecke entschieden. Auch im Fahrerlager zeigt sich, wie stark sich der Motocross-Sport gerade verändert.
Denn 2026 stehen so viele Motorradhersteller am Start wie noch nie zuvor. Insgesamt 13 Marken finden sich im Fahrerfeld wieder: KTM, Honda, Kawasaki, Suzuki, Yamaha, GasGas, Husqvarna, Triumph, Ducati, Beta, TM, Fantic – und sogar eine Sherco.
Damit entwickelt sich das ADAC MX Masters immer mehr zu einem kleinen Technik-Schaufenster der internationalen Offroad-Szene. Unterschiedliche Konzepte, verschiedene Motorplattformen und eine breite Markenlandschaft treffen hier aufeinander – etwas, das man selbst in internationalen Serien nicht immer in dieser Form sieht.
Alte Bekannte – und neue Ambitionen
Ein großer Teil dieser Marken gehört seit Jahrzehnten zum festen Inventar des Motocross. Hersteller wie KTM, Honda, Yamaha, Kawasaki, Suzuki oder Husqvarna prägen den Sport seit Generationen und stellen weltweit einen Großteil der Rennmaschinen.
Doch daneben haben sich in den vergangenen Jahren auch andere Marken immer stärker im Motocross positioniert. GasGas, Fantic, Beta oder TM nutzen nationale und internationale Serien zunehmend als Plattform, um ihre Programme im Offroad-Sport weiter auszubauen.
Gleichzeitig entstehen neue Projekte.
Mit Triumph und Ducati tauchen zwei Hersteller auf, die ihre Motocross-Aktivitäten aktuell deutlich ausweiten. Triumph ist mit seinem neuen Motocross-Programm bereits seit 2025 im ADAC MX Masters aktiv, während Ducati nach einigen Gaststarts im vergangenen Jahr daran arbeitet, sein Engagement weiter auszubauen.
Eine Marke fällt besonders auf
Eine kleine Besonderheit findet sich ebenfalls im Starterfeld: Sherco. Der französische Hersteller ist vor allem aus dem Enduro- und Trial-Sport bekannt und gehört dort seit vielen Jahren zu den etablierten Namen. Im klassischen Motocross dagegen spielt Sherco bislang nur eine untergeordnete Rolle.
Dass nun dennoch eine Maschine der Marke im Feld des ADAC MX Masters auftaucht, zeigt, wie offen die Serie für unterschiedliche Projekte und individuelle Wege ist.
Vielfalt statt Einheitsbild
Genau diese Mischung macht einen Teil des Reizes der Serie aus. Während manche internationale Meisterschaften stark von wenigen Herstellern dominiert werden, entsteht im ADAC MX Masters regelmäßig ein ungewöhnlich vielfältiges Markenbild.
Für Teams bedeutet das Freiheit bei der Wahl ihres Materials. Für Fans bedeutet es vor allem eines: Abwechslung im Fahrerlager und auf der Strecke.
Wenn die Saison am Osterwochenende in Grevenbroich startet, lohnt sich deshalb nicht nur der Blick auf die Startliste. Auch ein Rundgang durch das Fahrerlager dürfte interessant werden. Denn selten standen im ADAC MX Masters so viele unterschiedliche Marken gleichzeitig am Startgatter. Und genau das erzählt vielleicht genauso viel über den aktuellen Zustand des Motocross-Sports wie das Rennergebnis am Ende des Tages.
