Cooper Webb verabschiedet sich von den Nationals
Cooper Webb bestreitet 2026 seine letzte AMA Pro Motocross Saison. / Foto: Thibault Photography
Cooper Webb wird nach der Saison 2026 keine komplette AMA-Pro-Motocross-Meisterschaft mehr fahren. Der Star-Racing-Yamaha-Pilot bestätigte jetzt selbst, dass der kommende Sommer seine letzte volle Outdoorsaison sein wird.
„Das wird mein letztes Jahr im Pro Motocross“, erklärte Webb in einem persönlichen Video an seine Fans.
Komplett aufhören will der Amerikaner allerdings noch nicht. Gleichzeitig kündigte er an, auch 2027 und 2028 weiterhin AMA Supercross und SMX zu bestreiten.
Supercross bleibt sein Schwerpunkt
Die Entscheidung wirkt nachvollziehbar. In den vergangenen Jahren wurde immer deutlicher, dass Webb seine größten Stärken inzwischen klar im Supercross sieht.
Während er in den Stadien weiterhin regelmäßig um Siege und Titel kämpft, verliefen die Outdoorsaisons zuletzt deutlich schwieriger. Verletzungen, Rückschläge und fehlende Konstanz verhinderten immer wieder bessere Ergebnisse.
Vor allem die körperliche Belastung spielte bei seiner Entscheidung offenbar eine große Rolle.
„Outdoor ist einfach ein ganz anderer Grind“, sagte Webb. Besonders die langen Sommermonate hätten ihn zuletzt stärker ausgelaugt als früher.
Hinzu kommt, dass ihn Motocross mittlerweile nicht mehr auf dieselbe Weise reizt wie noch zu Beginn seiner Karriere. „Ich habe einfach nicht mehr dieselbe Begeisterung dafür“, räumte er offen ein.
Schwierige Supercross-Saison 2026
Sportlich liegt hinter Webb eine Saison mit vielen Schwankungen. Am Ende belegte er Rang drei in der AMA-Supercross-Meisterschaft. Ein Sieg und acht Podestplätze zeigen zwar, dass er weiterhin zur Spitze gehört, wirklich zufrieden wirkte Webb mit seinem Jahr aber nicht.
„Es war ein schwieriges Jahr“, sagte er rückblickend.
Nach einem holprigen Saisonstart fand Webb zwar zwischenzeitlich besser in Rhythmus und gewann in Houston, doch danach wechselten sich starke Rennen immer wieder mit Fehlern, Stürzen und kleineren Zwischenfällen ab. „Ich hatte nie wirklich das Gefühl, richtig Momentum aufzubauen“, erklärte er.
Der letzte Versuch im Outdoor-Motocross
Gerade deshalb will Webb seine letzte Outdoorsaison nun bewusst angehen. Der 30-Jährige machte deutlich, dass er 2026 noch einmal alles investieren möchte. „Das ist unser letzter Versuch“, sagte er.
Besonders wichtig ist ihm dabei, endlich einmal verletzungsfrei durch den Sommer zu kommen. Genau daran scheiterte es in der Vergangenheit immer wieder. Erst vergangenes Jahr verletzte sich Webb im Outdoor-Bereich am Knie und musste operiert werden. „Solche Dinge nehmen dir einfach etwas“, erklärte er.
Kein Karriereende in Sicht
Trotz seines Abschieds aus der AMA-Pro-Motocross-Serie denkt Webb aktuell nicht ans Aufhören. Der Fokus verschiebt sich stattdessen klar Richtung Supercross. Dort sieht er weiterhin seine größte Stärke – sportlich wie körperlich. Gleichzeitig ermöglicht ihm der Verzicht auf die komplette Outdoorsaison wohl auch längere Erholungsphasen zwischen den Supercross-Jahren.
Neben AMA Supercross und SMX deutete Webb sogar an, künftig möglicherweise weitere internationale Supercross-Rennen oder Serien zu fahren.
Für die Fans bedeutet das trotzdem einen kleinen Einschnitt. Mit Cooper Webb verabschiedet sich nach 2026 einer der bekanntesten Fahrer seiner Generation zumindest teilweise aus dem klassischen Outdoor-Motocross.
