Weiteres Factory Team ohne Fahrer

Mit der Verletzung von Austin Forkner fehlen dem Triumph Racing Factory Team die Fahrer

Mit der Verletzung von Austin Forkner fehlen dem Triumph Racing Factory Team die Fahrer. / Foto: CONVRG Media

Es will einfach nicht ruhig werden im Fahrerlager. Triumph Factory Racing steht nach Runde 4 der Monster Energy AMA Supercross Championship plötzlich ohne einsatzfähigen Werkspiloten da – denn das nächste Verletzungs-Update trifft die Briten zur Unzeit.

Wie schon vermutet, hat sich Austin Forkner bei seinem Sturz am Press Day vor dem Houston Triple Crown einen Bruch an der linken Hand zugezogen. Das Team bestätigte, dass der US-Amerikaner für die kommenden zwei Wochen einen Gips tragen muss. Danach wird die Situation von Woche zu Woche neu bewertet. Ein fixer Zeitplan? Fehlanzeige.

Damit dürfte Forkners kurzer Abstecher in die 450SX-Klasse schneller enden als ursprünglich gedacht. Schon vor Saisonbeginn war klar kommuniziert worden, dass er die 450er nur übergangsweise fahren würde – „mindestens die ersten sechs Runden“, bevor der Fokus auf die 250SX East Division wechseln sollte. Die Verletzung macht diesem Plan nun einen dicken Strich durch die Rechnung.

Der Einsatz selbst war ohnehin kein klassischer Aufstieg, sondern eine Notlösung. Forkner sprang als Ersatz für den verletzten Jordon Smith ein und sammelte unter Rennbedingungen erste 450er-Erfahrung. In seinen drei Einsätzen qualifizierte er sich zweimal für das Main Event, verpasste San Diego nach einem Qualifying-Sturz und kam in den Nightshows auf Platz 15 und 17. Keine Ausreißer, aber solide Resultate – vor allem mit Blick auf die kurze Vorbereitung und die ungewohnte Klasse.

Wer hält Triumph jetzt im Rennen?

Mit Forkners Ausfall liegt es nun an Brandon Ray, die Fahnen für die britische Marke hochzuhalten. Der 22-jährige Privateer ist aktuell der einzige Fahrer, der Triumph im gesamten AMA Supercross-Feld vertritt – eine Rolle, die plötzlich deutlich mehr Gewicht bekommt.

Die bisherige Bilanz ist allerdings herausfordernd: In den vorangegangenen Runden schaffte es Ray erst einmal in die Nightshow. Trotzdem ist genau das jetzt seine Bühne. Ohne Werksfahrer im Feld rückt jeder Start, jede Qualifikation und jedes Rennen stärker in den Fokus.

Der Blick richtet sich nun nach vorn. Die 250SX East Division startet am 21. Februar in Arlington, Texas. Ob Forkner bis dahin wieder einsatzbereit ist, bleibt offen. Klar ist nur: Ein überhastetes Comeback wird es nicht geben – und das ist vermutlich auch die richtige Entscheidung.

Unterm Strich bestätigt sich ein bekanntes Muster dieser Saison: Verletzungen bestimmen die Schlagzeilen, selbst große Factory-Teams wie Beta und Triumph stehen plötzlich ohne Stammfahrer da. Für Triumph ist es der nächste Rückschlag. Für Brandon Ray hingegen eine unerwartete Chance – allein auf weiter Flur, aber mit der Möglichkeit, sich genau dort zu zeigen, wo sonst Werkspiloten im Rampenlicht stehen.