Was sagten die deutschen Fahrer zu den MXGP Rennen in Lettland

EMX Start MXGP of Kegums 2020

EMX Start MXGP of Kegums 2020 / Foto: SevenOnePictures

Insgesamt drei aufeinanderfolgende Europameisterschaft- und Weltmeisterschaftsläufe fanden innerhalb einer Woche auf der sandigen Rennstrecke im Motocenter „Zelta Zirgs“ statt. Die ca. 1600km weite Anreise nahmen auch Fahrer aus Deutschland auf sich. Wie die Deutschen die „englische Woche“ in Kegums erlebten, lest ihr hier.

Stefan Ekerold (EMX Open) – MXGP of Kegums / Foto: SevenOnePictures


Stefan Ekerold war mit Abstand der erfolgreichste Pilot der drei lettischen Rennen und mit einem Platz 3 in der Tageswertung der zweiten Veranstaltung, kam sein Dank nicht von ungefähr.

„Mein Ziel war es, mich zu steigern und genau das habe ich geschafft. Es ist mein erstes Podium im Rahmen eines Grand Prix und ich bin mega stolz auf mich selbst. Ich bin dankbar so viel Unterstützung zu bekommen, um das Ganze hier erleben zu dürfen. Von meinem Team bis hin zu jedem Einzelnen, der mich finanziell sowie moralisch unterstützt, bedanke ich mich von ganzem Herzen.“

Henry Jacobi (MXGP) – vor lettischen Fans / Foto: SevenOnePictures


Henry Jacobi hatte nach der langen Rennpause sichtlich Probleme wieder in den Rennrhythmus zu finden. Da waren Probleme mit harten Unterarmen auch nicht dienlich um sich in die vorderen Punkteränge zu fahren. Der Yamaha Pilot verbesserte sich aber dennoch im Laufe der drei durchgeführten Rennen.

„Ich bin ziemlich zufrieden mit den Verbesserungen, die wir hier in den letzten 2 Wochen gemacht haben. Wir lernen immer noch und geben nicht auf.“

Tom Koch (MXGP) – beim MXGP of Riga / Foto: SevenOnePictures


Tom Koch kam in Lettland aufgrund der fehlenden Rennroutine nicht so richtig in seinen üblichen Rhythmus und hatte mit der anspruchsvollen Strecke so seine Probleme.

„Kegums war auf jeden Fall kein Zuckerschlecken. Wegen der Sommerhitze und der sehr anspruchsvollen Strecke fiel es mir dort sehr schwer. Wir waren ja als reiner Familienbetrieb unterwegs, mein Vater und Oma und Opa: Mitten unter den Werksteams müssen uns um alles selber kümmern. Ich konnte zwar meine Leistung während der drei Renntage immer etwas steigern. Aber die Rundenzeiten liegen sehr dicht beieinander. Da kann der kleinste Fehler schnell ein paar Plätze kosten. Am Ende hat es leider nicht zu Punkten gereicht. Aber ich blicke positiv vorwärts und weiß wo ich mich verbessern muss.“

Simon Längenfelder (MX2) – kurz vor dem Qualifying / Foto: SevenOnePictures

Simon Längenfelder schaffte es beim langen Aufenthalt in Lettland in die Top Ten der Tageswertung. Auch wenn die Reise für den erst 16-jährigen GasGas Werksfahrer beim ersten Rennen schwierig begann, konnte er schon beim zweiten Renntag seine Qualitäten zeigen und in die Top 10 der Tageswertung fahren.

„Es war der erste GP überhaupt an einem Mittwoch, es war also etwas Neues und Aufregendes. Ich hatte zwei solide Rennen, habe wichtige Punkte gesammelt und der neunte Gesamtrang ist ein großartiges Ergebnis für mich und das Team.

Nach dem Rennen am darauffolgenden Sonntag zog der junge Deutsche Bilanz. „Es war erst mein fünfter GP. Wir hatten drei in einer Woche hier in Lettland und ich habe so viel gelernt. Ich bin gesund und freue mich auf den nächsten GP.“

Lion Florian (EMX250) – Rennvorbereitungen / Foto: SevenOnePictures


Lion Florian vom WZ Racing Team haderte bei den ersten beiden Veranstaltungen mit seinen Starts und machte sich das Leben somit selber schwer. Für das letzte Rennen in Lettland arbeitete das KTM-Team gemeinsam mit dem Bayern an seinen Starts und prompt wendete sich das Blatt. So schoss Lion jeweils in den Top Fünf aus dem Gatter, so dass er trotz eines unverschuldeten Crashs mit einem 7-14-Resultat zufrieden sein konnte.

„An sich war es schön endlich wieder auf so hohem Niveau Rennen zu fahren. Die Woche hat allerdings auch gezeigt, wo man nach der Pause steht und woran zu arbeiten ist. Drei Rennen in einer Woche waren sehr intensiv und heftig, aber dennoch eine gute Idee die Meisterschaft so fortzuführen.“

Maximilian Spies (EMX250) – freute sich endlich wieder Rennen fahren zu können / Foto: SevenOnePictures

Maximilian Spies, der bekanntermaßen im Dienste des Maddi Racing Teams steht, verletzte sich beim letzten Rennen in Lettland und wird nach eigenen Aussagen eine 14 Tägige Bikepause einlegen.

„Das Schlimme ist, dass ich mir den Fuss zu stark verletzt habe. Ich werde 14 Tage Pause machen, bis ich wieder ein gutes Gefühl habe und für die nächsten Rennen wieder 100%ig fit bin „

Manrique Appelt (EMX250) – hatte eine großartige Zeit / Foto: SevenOnePictures

Manrique Appelt sicherte sich mit Platz 20 in Lettland seinen ersten Punkt in der Motocross Europameisterschaft EMX250.

„Ich bin Raths Motorsports so dankbar für die harte Arbeit, die sie geleistet haben. Wir hatten eine großartige Zeit mit großen Verbesserungen. Ich kann es kaum erwarten weiterzumachen.“


Fynn-Niklas Tornau schrammte bei der ersten Veranstaltung und Lauf 1 mit Platz 21 nur knapp an den Punkteränge vorbei. In Lauf 2 stürzte der junge KTM Pilot hart kurz vor dem Zielsprung. Beim Check im Krankenhaus wurde zum Glück keine schweren Verletzungen diagnostiziert. Eine Teilnahme an den weiteren Rennen war jedoch ausgeschlossen.