Triumph setzt weiter auf Forkner: 450SX-Einsatz bis Saisonende
Austin Forkner bleibt auch weiterhin auf der 450er Triumph. / Foto: CONVRG Media
Triumph Factory Racing bleibt seinem eingeschlagenen Weg treu: Austin Forkner wird auch nach seiner Rückkehr von der Verletzung die gesamte verbleibende Supercross-Saison 2026 in der 450SX-Klasse bestreiten. Das bestätigte Teammanager Steve Westfall am Rande des Arlington Supercross.
Damit bleibt der 27-jährige Amerikaner weiterhin Teil des Entwicklungsprogramms rund um die Triumph TF 450-X, obwohl ursprünglich ein anderer Plan vorgesehen war.
Vom 250SX-Programm in die Königsklasse
Eigentlich sollte Forkner 2026 in der 250SX East Division starten – gemeinsam mit Jalek Swoll als Teil des Triumph-Aufgebots. Doch eine Schulteroperation von Jordon Smith in der Offseason brachte Bewegung in die Teamstruktur. Triumph reagierte kurzfristig und beförderte Forkner noch vor Anaheim 1 in die 450SX-Klasse, um das Entwicklungsprogramm des neuen Motorrads auch im Rennbetrieb weiterzuführen.
Mit Smiths Rückkehr stellte sich zuletzt die Frage, ob Forkner wieder in die 250er-Serie wechseln würde. Diese Spekulationen sind nun beendet.
„Austin wird auf der 450 bleiben – full-time“, erklärte Teammanager Steve Westfall. „Für Pro Motocross und SMX ist die Situation aktuell noch offen, aber im Supercross bleibt er auf der 450.“
Comeback nach Handverletzung geplant
Forkner selbst muss derzeit noch eine Handverletzung aus Houston auskurieren. Sein Zeitplan sieht vor, kurz vor dem Indianapolis-Rennen wieder auf das Motorrad zu steigen.
„Der Plan ist, dass er in der Woche vor Indianapolis wieder mit dem Training beginnt“, so Westfall. „Aktuell gehen wir davon aus, dass er in Birmingham wieder ins Rennen zurückkehrt.“
Schwieriger Start in der Premier Class
Der Einstieg in die 450SX-Klasse verlief für Forkner bislang allerdings alles andere als reibungslos. Bei seinen ersten beiden Rennen in Anaheim belegte er Platz 15 und 17, bevor Stürze in San Diego und Houston weitere Rückschläge bedeuteten und schließlich zur aktuellen Verletzung führten.
Dennoch hält Triumph an der Strategie fest, Forkner weiter im 450SX-Feld einzusetzen – auch, um wichtige Renndaten für die Entwicklung der TF 450-X zu sammeln.
Schwieriges Arlington für das Team
Auch der Arlington Supercross selbst verlief für Triumph nicht nach Plan. Jalek Swoll schied im 250SX-Main Event nach einem Sturz in den Whoops frühzeitig aus, während Jordon Smith bei seinem verspäteten Saisondebüt in der 450SX-Klasse nach sechs verpassten Rennen Platz 19 belegte.
Damit bleibt das Projekt Triumph in der Premier Class weiterhin eine Baustelle – mit Forkner als einem der zentralen Bausteine im Entwicklungsprogramm.
Entwicklung statt Ergebnisdruck
Für Triumph steht aktuell weniger das unmittelbare Resultat im Vordergrund als vielmehr der langfristige Aufbau eines konkurrenzfähigen 450SX-Pakets.
Forkners Verbleib in der Königsklasse ist daher auch ein klares Signal: Die TF 450-X soll weiter unter Rennbedingungen entwickelt werden – und das mit möglichst vielen Daten aus dem härtesten Supercross-Feld der Welt.
Wie schnell sich diese Strategie auszahlt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.
