Nur noch eine Woche und in der Pariser La Defense Arena wird es laut. Denn am kommenden Wochenende wird das Pariser Supercross am Samstag, den 27. November, wieder in Aktion treten. Die größte Indoor-Arena Europas wird für alle Supercross- und FMX-Fans für eine einzigartige Veranstaltung der „place to be“ sein.

Barcelona, Lyon, Dortmund, Genf, Stuttgart – all diese Großstädte können zum zweiten Mal in Folge ihr Supercross nicht veranstalten. Paris musste das Supercross 2020 absagen, aber die Organisatoren haben sich dieses Jahr mit aller Kraft bemüht, eine Lösung zu finden. Auch wenn der Termin durch äußere Einflüsse um einige Wochen verschoben wurde, wird die Veranstaltung schließlich am Samstag, den 27. November, nachmittags stattfinden. Die Türen öffnen sich bereits um 10.30 Uhr. Die Rennen starten dann ab 14.30 und werden voraussichtlich bis 18.10 Uhr gehen. Paris wird die einzige Hauptstadt sein, die in diesem Winter ein Supercross organisiert – das 38. in der Geschichte der Veranstaltung!

Ein unübliches Fahrerfeld

Da es immer noch Reisebeschränkungen gibt und einige Manager nicht bereit sind, ihre Athleten wenige Wochen vor Beginn der US Supercross Saison starten zu lassen, mussten die Organisatoren äußerst innovativ sein. Trotzdem können Sie wie immer ein starkes Aufgebot in Paris präsentieren. In Paris werden dennoch Spitzenfahrer aus den USA dabei sein – mit einem Franzosen und einem Australier an der Spitze! Marvin Musquin und Chad Reed, beide seit vielen Jahren in den USA beheimatet, sind zwei der Favoriten des Supercross Paris.

Marvin Musquin, zweifacher Gewinner der Veranstaltung und der erste Fahrer, der 2017 in der Arena zum König von Paris gekrönt wurde, ist nach wie vor einer der besten Fahrer der US-Supercross-Serie.

Chad Reed und das Pariser Supercross haben eine lange und illustre Beziehung. Der Australier kam im Jahr 2000 zum ersten Mal dorthin und gewann im Jahr 2007 die prestigeträchtige Veranstaltung. Der dreimalige US-Supercross-Champion kehrt nun zurück um sich die Gelegenheit nicht entgehen zu lassen, ein letztes Mal in Paris zu fahren.

US Fahrer wie Justin Brayton, einem ehemaligen Pariser SX-Sieger, Justin Bogle, Alex Martin, Josh Hill und Ryan Sipes füllen die Starterlisten der SX1-Klasse, während Kyle Peters und Joey Crown als Wild Card in der SX2-Klasse starten werden. In Paris wird zum ersten Mal der Kanadier Dylan Wright an den Start gehen, der bei den letzten GPs der Saison bereits einen Vorgeschmack auf Europa bekommen hat.

Vom Grand Prix zum Supercross

Grand-Prix-Fahrer haben schon immer Interesse am Supercross gezeigt, aber noch nie waren so viele Top-GP-Fahrer an diesem Event beteiligt! Angeführt wird die Liste natürlich von Antonio ‚Tony‘ Cairoli, der einen der letzten Auftritte seiner Karriere absolvieren wird. Cairoli hatte zum Ende der Saison offiziell seinen Rücktritt angekündigt. Der Italiener ist bereits vor einigen Jahren in Paris gefahren und hat seit diesem ersten Auftritt vierundneunzig Grand Prix, neun Weltmeistertitel und das Motocross of Nations im September gewonnen.

Maxime Renaux und Romain Febvre welche beide die ganze Saison um den Weltmeistertitel gekämpft haben, kommen beide zum ersten Mal nach Paris um hier um das Podium zu kämpfen. Maxime ist neuer MX2-Weltmeister, während Romain bis zum letzten Rennen der Saison um den MXGP-Weltmeistertitel kämpfte. Am Ende wurde er Vizeweltmeister, aber niemand zweifelt daran, dass sowohl sein als auch Maximes Erfolg von den Fans in Paris gefeiert werden wird. Alessandro Lupino, ein weiteres Mitglied des italienischen Teams, das beim diesjährigen Motocross of Nations siegreich war, vervollständigt das GP-Aufgebot.

Einziger deutscher Vertreter wird erneut Brian Hsu sein. Hsu wird auf einer KTM in der SX2 Klasse in Paris an der Start gehen und versuchen seinen Titel „Prinz von Paris“ zu verteidigen.

Jede Menge Franchies am Start

Wie immer werden viele französische Fahrer hinter dem Gatter stehen, sowohl in der SX1- als auch in der SX2-Klasse. In der SX1-Kategorie finden wir die sechs besten Fahrer der französischen SX1-Meisterschaft mit dem französischen Meister Maxime Desprey, Thomas Ramette, Gregory Aranda, Cédric Soubeyras, Adrien Escoffier und Anthony Bourdon. Die SX2-Klasse wird die letzte Runde der französischen SX-Tour sein; Julien Roussaly führt die Wertung an, aber seine Hauptkonkurrenten – abgesehen von den US-Wild Cards – sind Calvin Fonvieille und Brice Maylin. Die vielversprechenden Coenen-Zwillinge aus Belgien werden neben Quentin Prugnières ihren ersten Auftritt beim Supercross haben. In jeder Klasse werden die Fahrer zwei Sprints und ein Hauptrennen bestreiten, wobei die SX1-Fahrer ihre Startposition in der Superpole ermitteln werden.

Und natürlich FMX

Aufgrund der Covid Pandemie wurden seit 2020 weltweit viele FMX-Contests abgesagt, und die FMX-Fahrer waren hocherfreut, als sie erfuhren, dass Paris auch in diesem Winter wieder einen Wettbewerb organisieren würde. Sie haben alle positiv auf die Einladung geantwortet und sind begeistert, den Fans ihre neuesten Tricks zu zeigen! Der Australier Josh Sheehan, die Schweizer Legende Matt Rebeaud mit seinem elektrischen Alta, der Spanier Maikel Melero sowie die Franzosen Nicolas Texier und Julien Mannon werden zwischen den Rennen mehrere Vorführungen präsentieren.

Das Supercross beginnt am Samstag um 14.30 Uhr, und die Fans können ab 10.30 Uhr das Stadion betreten, um die Trainings zu sehen. Am Einlass wird der Green Pass verlangt. Fans können Tickets auf www.supercrossparis.com und www.parisladefense-arena.com erwerben.

Alle Informationen (Anmeldelisten, Zeitplan, Veranstaltungsort und mehr) finden Sie unter www.supercrossparis.com

Fotos: Pasqual Haudiquert

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