Start frei für die Motocross-Staatsmeisterschaft 2026 in Österreich
Michael Sandner gehört auch 2026 zu den Top-Favoriten der MX2-Kategorie
Mit dem ersten Fall des Startgatters beginnt für die österreichische Motocross-Szene wieder die wichtigste Phase des Jahres. Die Österreichische Motocross-Staatsmeisterschaft startet in eine neue Saison – und wie immer verspricht der Kalender intensive Zweikämpfe, volle Startgatter und jede Menge Emotionen entlang der Strecken.
Insgesamt neun Rennveranstaltungen bilden das Gerüst der Meisterschaft 2026. Gefahren wird in den Klassen MX Jugend, MX Junioren, MX2 und MX Open, in denen die besten Fahrer des Landes über mehrere Monate hinweg um Punkte und am Ende um die Staatsmeistertitel kämpfen. Mit 144 eingeschriebenen Teilnehmern ist das Interesse an der Serie weiterhin groß.
Auftakt mit Tradition in Paldau
Der erste Höhepunkt des Jahres wartet traditionell in Paldau. Dort fällt am 6. April – wie seit vielen Jahren üblich am Ostermontag – der Startschuss zur neuen Meisterschaft.
Für die Strecke bedeutet das gleichzeitig ein kleines Jubiläum, denn bereits zum 45. Mal wird dort ein Staatsmeisterschaftsrennen ausgetragen. Der Kurs gilt als einer der charakteristischsten im österreichischen Motocross. Große Sprungkombinationen, ein markanter Steilhang und technisch anspruchsvolle Kurven sorgen regelmäßig für spektakuläre Rennverläufe. Auch für Zuschauer ist die Anlage besonders attraktiv, da sich große Teile der Strecke gut überblicken lassen.
Eine Saison quer durch Österreich
Nach dem Auftakt führt der Weg der Meisterschaft durch mehrere Bundesländer und über einige der traditionsreichsten Strecken des Landes. Stationen wie Imbach, Sittendorf, Schwanenstadt, Mehrnbach, Pöllauberg, Oberdorf und Kirchschlag sind feste Größen im nationalen Kalender und garantieren regelmäßig hochklassige Rennen.
Ein besonderer Punkt im Kalender ist zudem die Rückkehr von Weyer. Die Strecke war zuletzt nicht Teil der Staatsmeisterschaft, kehrt nun aber wieder zurück und sorgt damit für zusätzliche Spannung im Rennjahr – insbesondere für Fans aus dem Mostviertel.
MX2: Kann jemand Sandner stoppen?
Ein besonderes Augenmerk liegt erneut auf der MX2-Kategorie. Dort setzte Michael Sandner in der vergangenen Saison die sportliche Benchmark. Der Oberösterreicher dominierte das Geschehen eindrucksvoll und gewann zwölf von vierzehn Rennläufen. Nur zweimal musste er sich mit dem zweiten Platz zufriedengeben.
Während Sandner an der Spitze weitgehend allein unterwegs war, entwickelte sich dahinter ein deutlich engerer Wettbewerb. Luka Milec, Marvin Salzer, Florian Dieminger und Michael Lackner lieferten sich über die gesamte Saison hinweg ein intensives Rennen um die weiteren Spitzenplätze. Am Ende lagen zwischen diesen vier Fahrern 59 Punkte, was die Leistungsdichte im Verfolgerfeld deutlich macht.
MX Open: Drei Fahrer im Titelrennen
Auch die MX Open-Klasse bot im vergangenen Jahr reichlich Spannung. Über weite Strecken der Saison kämpften Pascal Rauchenecker, Rudolf Plch und Michael Kratzer um die Spitzenposition.
Die Entscheidung fiel schließlich erst gegen Ende der Meisterschaft. Rauchenecker setzte sich mit zwölf Punkten Vorsprung durch und sicherte sich den Titel. Hinter ihm blieb es bis zuletzt eng: Plch und Kratzer trennten am Ende lediglich zwei Punkte.
Ein solches Kräfteverhältnis könnte auch 2026 wieder für einen offenen Titelkampf sorgen.
Saisonstart als erster Gradmesser
Vor dem ersten Rennen steht für viele Fahrer jedoch zunächst eine zentrale Frage im Raum: Wo steht man nach der Winterpause wirklich? Vorbereitung, Fitness und Technik lassen sich zwar im Training testen – doch erst im direkten Duell zeigt sich, wer tatsächlich konkurrenzfähig ist.
Die ersten Antworten liefert traditionell das Auftaktrennen in Paldau. Dort zeigt sich meist schnell, welche Fahrer den Rhythmus der neuen Saison am besten gefunden haben.
Fest steht schon jetzt: Mit dem Saisonstart beginnt wieder ein langer Weg durch den österreichischen Motocross-Sommer – mit neun Rennen, vielen offenen Duellen und der großen Frage, wer am Ende ganz oben stehen wird.
Kalender 2026
- 6. April – Paldau
- 26. April – Imbach
- 3. Mai – Sittendorf
- 17. Mai – Weyer
- 24. Mai – Schwanenstadt
- 14. Juni – Mehrnbach
- 19. Juli – Pöllauberg
- 6. September – Oberdorf
- 27. September – Kirchschlag
