SMX 2027: Neue Städte, bekannte Klassiker und ein Fahrerfeld im Umbruch
Die SMX Saison 2027 startet am 9. Januar beim A1 im kalifornischen Anaheim. / Foto: Align Media
Der Kalender der SuperMotocross-Saison 2027 steht – und obwohl sich an der grundsätzlichen Struktur wenig ändert, wird die kommende Saison alles andere als eine Kopie von 2026. Zwei neue Supercross-Schauplätze kommen hinzu, Pro Motocross hält weitgehend an seinen Klassikern fest und vor allem das Fahrerfeld bekommt mit Haiden Deegan sowie Lucas und Sacha Coenen ordentlich Bewegung.
Insgesamt umfasst die Regular Season wieder 28 Veranstaltungen. 17 davon gehören zur AMA Supercross Championship, anschließend folgen elf Pro-Motocross-Runden. Danach entscheiden drei SMX-Playoffs über die Gesamtsaison.
Wo diese drei letzten Rennen stattfinden, verrät die SMX League allerdings noch nicht. Die Austragungsorte sollen erst im Januar bekannt gegeben werden.
Los geht es am 9. Januar im Angel Stadium von Anaheim. Eine Woche später folgt San Diego, bevor die Serie für Anaheim 2 nach Orange County zurückkehrt.
So weit, so gewohnt. Danach taucht allerdings ein Name im Kalender auf, den es im Supercross bislang nicht gab.
San Antonio und Baltimore sind neu
Am 30. Januar fährt die Serie erstmals im Alamodome von San Antonio. Das Stadion ist alles andere als klein und bietet Supercross damit einen neuen Schauplatz in Texas, obwohl mit Arlington Ende Februar weiterhin ein zweites Rennen im Bundesstaat stattfindet.
Noch interessanter ist vielleicht Baltimore.
Am 10. April gastiert die Serie erstmals im M&T Bank Stadium. Damit bekommt der östliche Teil des Kalenders einen weiteren Austragungsort, bevor es direkt weiter nach East Rutherford und Pittsburgh geht.
Auch einige zuletzt fehlende beziehungsweise wechselnde Stationen stehen wieder auf dem Plan. Tampa, Foxborough, East Rutherford und Pittsburgh gehören 2027 zum Kalender.
Zwei Pausen fallen ebenfalls auf. Nach Seattle am 20. März geht es erst am 3. April in Foxborough weiter. Zwischen Pittsburgh und Denver liegt ebenfalls ein freies Wochenende.
Das Supercross-Finale findet am 15. Mai in Salt Lake City statt.
Supercross 2027:
| Datum | Austragungsort |
|---|---|
| 9. Januar | Anaheim |
| 16. Januar | San Diego |
| 23. Januar | Anaheim |
| 30. Januar | San Antonio |
| 6. Februar | Tampa |
| 13. Februar | Glendale |
| 20. Februar | Detroit |
| 27. Februar | Arlington |
| 6. März | Daytona |
| 13. März | Indianapolis |
| 20. März | Seattle |
| 3. April | Foxborough |
| 10. April | Baltimore |
| 17. April | East Rutherford |
| 24. April | Pittsburgh |
| 8. Mai | Denver |
| 15. Mai | Salt Lake City |
Outdoor bleibt vieles beim Alten
Zwei Wochen nach dem Supercross-Finale geht es bereits wieder ins Freie. Am 29. Mai beginnt die 56. Saison der Pro Motocross Championship in Pala.
Wer auf große Überraschungen bei den Strecken gehofft hat, wird sie nicht finden.
Hangtown, Thunder Valley, High Point, RedBud, Southwick, Spring Creek und Washougal bilden den ersten Teil der Saison. Nach einer längeren Pause folgen Unadilla, Budds Creek und das Finale am Ironman Raceway.
Gerade diese Pause fällt beim Blick auf den Kalender auf. Washougal wird am 24. Juli gefahren, Unadilla erst am 14. August. Damit bleiben zwei komplette Wochenenden frei.
Auch zwischen High Point und RedBud gibt es eine Rennpause.
Pro Motocross 2027:
| Datum | Strecke |
|---|---|
| 29. Mai | Fox Raceway |
| 5. Juni | Hangtown |
| 12. Juni | Thunder Valley |
| 19. Juni | High Point |
| 3. Juli | RedBud |
| 10. Juli | Southwick |
| 17. Juli | Spring Creek |
| 24. Juli | Washougal |
| 14. August | Unadilla |
| 21. August | Budds Creek |
| 28. August | Ironman |
Die SMX-Playoffs beginnen anschließend am 11. September. Das zweite Rennen folgt am 18. September, das Finale eine Woche später am 25. September.
Der Kalender ist gar nicht die größte Veränderung
Wer nur auf die Strecken schaut, übersieht allerdings den interessanteren Teil der kommenden Saison. 2027 verändert sich das 450er-Feld erheblich – zumindest im Supercross.
Haiden Deegan steigt auf und bestreitet seine Rookie-Saison in der 450SMX-Klasse. Dort trifft er unter anderem auf Ken Roczen, Jett und Hunter Lawrence, Chase Sexton, Cooper Webb, Jason Anderson, Justin Barcia, Aaron Plessinger und Malcolm Stewart. Gerade Deegans Aufstieg dürfte einiges verändern. Nach seinen Jahren in der 250er-Klasse beginnt für ihn nun das Kapitel, auf das im US-Motocross seit geraumer Zeit hingearbeitet wurde.
Aber er ist nicht der einzige Neuzugang. Auch Lucas Coenen fährt 2027 dauerhaft in den USA und steigt direkt in die 450SMX-Klasse ein. Damit treffen zwei der auffälligsten jungen Fahrer ihrer Generation erstmals über eine komplette US-Saison in derselben Klasse aufeinander.
Die Frage wird dabei nicht nur sein, wer schneller ist. Beide müssen sich an eine 450er-Saison gewöhnen, die mit Supercross beginnt und anschließend ohne großen Neustart in die Outdoors übergeht. Für Coenen kommt zusätzlich der komplette Wechsel aus dem MXGP-Fahrerlager in die amerikanische Rennwelt dazu.
Ganz neu ist die allerdings nicht mehr.
Die Coenen-Brüder haben 2026 bereits Pro-Motocross-Luft geschnuppert. Besonders Sacha hinterließ dabei Eindruck und gewann in Southwick beide 250er-Motos.
2027 fährt er die komplette Saison in der 250SMX-Klasse.
Prado kommt erst draußen ins Spiel
Auch Jorge Prado gehört zu den Namen, auf die man 2027 schauen muss – allerdings nicht bereits beim Supercross-Auftakt. Der Spanier wird in der offiziellen Vorschau der SMX League für die Pro-Motocross-Saison genannt. Dort trifft er unter anderem auf Titelverteidiger Hunter Lawrence, Jett Lawrence, Chase Sexton, Deegan und Lucas Coenen.
Damit wird spätestens beim Outdoor-Auftakt in Pala ein Feld zusammenkommen, in dem sehr unterschiedliche Motocross-Schulen aufeinandertreffen.
Prado bringt seine jahrelange MXGP-Erfahrung mit. Die Lawrence-Brüder und Sexton kennen die amerikanischen Nationals längst. Deegan beginnt seine erste 450er-Saison, während Coenen erstmals ein komplettes Jahr in den USA bestreitet.
Und genau deshalb ist der jetzt veröffentlichte Kalender eigentlich nur die halbe Geschichte.
San Antonio und Baltimore sind neu, die klassischen Nationals bleiben. Die deutlich größere Veränderung steht 2027 aber am Startgatter.
