Lettenbichler meldet sich zurück – Solider Wiedereinstieg in Belgrad

Manuel Lettenbichler ist wieder mittendrin in der SuperEnduro WM 2026

Manuel Lettenbichler (#304) ist wieder mittendrin in der SuperEnduro WM 2026. / Foto: Sport UP Agency

Manchmal geht es im Rennsport nicht darum, sofort ganz vorne zu stehen. Manchmal geht es darum, wieder ins Spiel zurückzukehren. Genau darum ging es für Manuel Lettenbichler bei der fünften Runde der FIM SuperEnduro World Championship in Belgrad.

Der Red-Bull-KTM-Pilot kehrte in der serbischen Hauptstadt in die Prestige-Klasse zurück und zeigte dabei eine Leistung, die weniger spektakulär, dafür umso stabiler war. Drei Rennen, drei Zielankünfte innerhalb der Top Sechs – am Ende bedeutete das Gesamtrang sechs für den Deutschen auf seiner KTM.

Es war kein Abend der Schlagzeilen. Aber ein Abend, der zeigt, dass Lettenbichler wieder im Rhythmus ist.

Ein Rennen nach dem anderen

Der Einstieg begann bereits im Qualifying solide. Lettenbichler schaffte den Sprung ins SuperPole-Shootout und setzte dort eine kontrollierte Runde auf der schnellen Belgrader Strecke. Am Ende stand Startplatz sechs – keine Pole, aber eine gute Ausgangsposition für die drei Finals des Abends.

Im ersten Rennen fand Lettenbichler schnell seinen Rhythmus. Nach einem ordentlichen Start pendelte er sich früh im Bereich der Top Sieben ein und lieferte sich ein intensives Duell mit Ashton Brightmore. Über mehrere Runden hinweg blieb der Deutsche dran, setzte schließlich den entscheidenden Angriff und brachte Rang sechs ins Ziel.

Auch das zweite Finale zeigte ein ähnliches Bild. Durch das Reverse-Grid-System startete Lettenbichler weiter hinten, doch der KTM-Pilot arbeitete sich Schritt für Schritt nach vorne. Noch in der ersten Runde machte er mehrere Positionen gut, setzte anschließend eine konstante Serie schneller Runden und kämpfte sich erneut bis auf Platz sechs vor.

Das Muster wiederholte sich auch im dritten Lauf des Abends. Diesmal gelang ihm sogar der beste Start seiner Rennnacht. Früh lag Lettenbichler auf Position vier und hielt Anschluss an die Spitzengruppe.

Mit zunehmender Renndauer sortierte sich das Feld jedoch neu. Das Tempo an der Spitze blieb hoch, und Lettenbichler fiel leicht zurück – blieb aber stabil im Bereich der Top Sechs und brachte auch das letzte Rennen des Abends auf Rang sechs ins Ziel.

Wichtig war der Rhythmus

Für Lettenbichler stand an diesem Abend nicht der Angriff auf das Podium im Mittelpunkt. Viel wichtiger war es, wieder Rennkilometer zu sammeln und in den Wettkampfrhythmus zurückzufinden. „Es fühlt sich richtig gut an, wieder Rennen zu fahren“, erklärte der Deutsche nach dem Event. „Drei Mal Platz sechs ist ein ordentliches Ergebnis. Die Pace war da und der Abstand zur Spitze war nicht besonders groß.“

Gleichzeitig machte Lettenbichler deutlich, dass das Rennen in Belgrad für ihn erst der Anfang war. „Natürlich gibt es noch Dinge, die wir verbessern können. Aber das war ein guter Schritt in die richtige Richtung.“

Blick nach Newcastle

Mit noch zwei ausstehenden Veranstaltungen steuert die FIM SuperEnduro World Championship bereits auf ihre Schlussphase zu. Die nächste Station führt das Fahrerlager nach Newcastle upon Tyne. Dort will Lettenbichler an seine Leistung aus Belgrad anknüpfen – und vielleicht noch einmal einen Schritt weiter nach vorne machen.

Denn eines hat der Abend in Serbien gezeigt: Der Deutsche ist wieder da. Und er kommt langsam wieder auf Betriebstemperatur.