Honda HRC hat ein weiteres Rennen gegen Yamaha gewonnen

Das Honda HRC Petronas Team ist bereit für die MXGP Saison 2026

Das Honda HRC Petronas Team ist bereit für die MXGP Saison 2026. / Foto: Bavo Swijgers

Nachdem man mit Jeffrey Herling seinen Top-Piloten bereits am 3. Januar 2026 gebührend in Szene setzte, legte das Team von Giacomo Gariboldi noch einmal nach und gewinnt auch das Rennen um die bessere Teampräsentation. Während man im Hause Yamaha den fünffachen Weltmeister Tim Gajser in eigentlich malerischer Kulisse vor alten Reifen fotografierte, hat man bei Honda genau darauf geachtet, wie man neue Fahrer und vor allem neue Partner präsentiert.

So hat man die MXGP-Saison 2026 nicht einfach nur eröffnet – nein, man hat ein Statement gesetzt. Mehr Struktur. Mehr internationale Power und mehr sichtbare Ambition. Das Werksteam geht nun als Honda HRC PETRONAS an den Start – mit neuer Optik, neuen Partnern und einem Line-up, das sportlich wie strategisch Gewicht hat.

Und eines fällt sofort auf: Das ist kein kosmetisches Update. Das ist ein bewusst gesetzter Neustart mit klarer Ausrichtung.

PETRONAS als Titelsponsor: Technik trifft Strategie

Mit PETRONAS Lubricants International holt sich Honda einen Partner ins Projekt, der Motorsport auf höchstem Niveau gewohnt ist. Die Zusammenarbeit soll weit über ein klassisches Sponsoring hinausgehen. Im Mittelpunkt stehen gemeinsame Entwicklung von Schmierstoffen, Testarbeit unter Rennbedingungen und der Transfer von Technologie von der Rennstrecke auf die Straße.

Zugleich nutzt PETRONAS die Bühne, um die Zweirad-Linie PETRONAS Sprinta international weiter zu positionieren. Es geht also um Performance – aber ebenso um globale Markenstrategie.

Kurz gesagt: Hier wird nicht einfach ein Logo platziert. Hier wird gemeinsam entwickelt.

Optisch neu ausgerichtet – mit klarer Verbindung zur Rallye-Welt

Auffällig ist zudem die neue Optik des Teams. Das Honda-Werksteam in der MXGP passt sich erstmals sichtbar dem Pendant aus der Rallye-Raid-Fraktion an. Bereits zu Jahresbeginn saßen Ricky Brabec und seine Teamkollegen auf ihren CRF450 RALLY-Bikes in einem ähnlichen Design, wie es nun auch bei den MXGP-Maschinen von Jeffrey Herlings und Co. zu sehen ist.

Die visuelle Annäherung ist kein Zufall. Honda schafft damit eine klare, einheitliche Werksidentität über verschiedene Offroad-Disziplinen hinweg – vom Wüstensand der Dakar bis zu den Startgittern der MXGP. Das Projekt wirkt dadurch geschlossener, globaler und stärker verzahnt als zuvor.

Monster Energy als zweite starke Säule

Als nächster Baustein folgt Monster Energy. Die Marke ist bereits im Rallye-Bereich eng mit Honda verbunden – der Schritt in die MXGP erscheint daher konsequent. Für das Team bedeutet das zusätzliche internationale Reichweite und noch mehr Strahlkraft im Fahrerlager.

Mit PETRONAS und Monster Energy stehen zwei globale Schwergewichte hinter dem Projekt. Das verändert die Wahrnehmung – und erhöht gleichzeitig die Erwartungshaltung.

Das Fahrerpaket: Erfahrung, Neuanfang und klare Zielsetzung

Rubén Fernández: Konstanz als Schlüssel

Fernández geht in seine vierte Saison mit HRC – und macht deutlich, dass „okay“ nicht mehr genügt. In der Vorbereitung hat er strukturell angepasst: mehr Training im heimischen Umfeld, neues Setup im Hintergrund, intensivere Detailarbeit. Das weiterentwickelte Motorrad soll klare Fortschritte gebracht haben.

Sein Fokus liegt auf Konstanz und Starts – zwei Faktoren, die in der modernen MXGP entscheidend sind. Ziel ist es, nicht nur einzelne starke Auftritte zu liefern, sondern regelmäßig im Kampf um Podestplätze präsent zu sein.

Tom Vialle: 450-Debüt mit Bedacht

Tom Vialle kehrt nach drei Jahren in den USA zurück nach Europa – und steigt direkt in die 450er-Klasse ein. Neues Motorrad, neue Konkurrenz, andere Streckencharakteristik, längere Rennwochenenden. Der Franzose geht den Schritt bewusst an: lernen, anpassen, aufbauen.

Das Ziel ist klar formuliert, der Weg soll strukturiert erfolgen. Schritt für Schritt Richtung Podiumsniveau – mit Blick auf eine langfristige Perspektive in der Königsklasse.

Jeffrey Herlings: Kurze Vorbereitung, hohe Erwartungen

Jeffrey Herlings ist erst seit dem 1. Januar offiziell Teil des Teams. Die Vorbereitungszeit war entsprechend knapp – dennoch will er schnell liefern. Das neue Bike beschreibt er als Projekt mit großem Potenzial, mit Prototyp-Charakter und Entwicklungsspielraum.

Für ihn ist es ein neues Kapitel in einer späten Karrierephase – verbunden mit frischer Motivation. Honda HRC war für ihn lange ein Wunschziel. Nun gilt es, in kurzer Zeit Rennintensität aufzubauen und vom ersten Grand Prix an konkurrenzfähig zu sein.

Valerio Lata: MX2 mit klarer Mission

Valerio Lata geht in sein zweites Jahr im Team – und betont vor allem seine körperliche Weiterentwicklung. Nach einem ersten Lernjahr in der Weltmeisterschaft soll nun der nächste Schritt folgen.

Intensive Arbeit am Fahrwerk, Feintuning am Motor und ein klarer Fokus auf Starts und Konstanz stehen im Mittelpunkt. Das Ziel ist unmissverständlich: Rennen gewinnen. Auch wenn die 450er ihn reizt, bleibt das Programm klar auf MX2 ausgerichtet.

Ein Projekt mit neuer Geschlossenheit

Mit Honda HRC PETRONAS wirkt das Werksteam 2026 größer, strukturierter und strategisch ausgerichteter. Die optische Annäherung an das Rallye-Team unterstreicht den globalen Anspruch, die neuen Partner erhöhen die internationale Strahlkraft, das Fahrerfeld vereint Erfahrung und Entwicklung.

Es ist mehr als eine Teampräsentation. Es ist der Versuch, nicht nur mitzufahren – sondern das Narrativ der Saison aktiv mitzugestalten.

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