Ducati vor Almonte: Ausfälle auf der Strecke, Probleme daneben
Ducati hat es als Marke vor dem MXGP of Spain in Almonte schwer getroffen. / Foto: Daniele Barecca
Der zweite MXGP-Lauf in Almonte kommt für Ducati zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Die Ausgangslage ist klar getrennt, die Wirkung am Ende aber ähnlich: Sowohl das Red Bull Ducati Factory MXGP Team als auch das Beddini Racing Ducati Factory MX2 Team gehen geschwächt ins Wochenende.
MXGP: Bonacorsi fällt aus
Im MXGP-Aufgebot fehlt Andrea Bonacorsi. Der Italiener war in Argentinien auf Top-5-Kurs unterwegs, bevor ein Sturz im ersten Lauf die Situation veränderte. Im zweiten Rennen musste er mit Schmerzen vorzeitig raus.
Nach den Untersuchungen in Italien steht fest: Ein Start in Almonte ist keine Option. Für das MXGP-Projekt ist das relevant, weil Bonacorsi beim Auftakt gezeigt hat, dass er das Tempo für die vorderen Positionen mitgehen kann. Diese Referenz fällt jetzt weg.
MX2: Zanchi weiter nicht einsatzbereit
Im Beddini Racing Ducati Factory MX2 Team bleibt Ferruccio Zanchi weiterhin außen vor. Die Handverletzung aus der Vorbereitung auf den Saisonauftakt ist noch nicht ausgeheilt, ein Comeback wird bewusst nach hinten verschoben.
Zanchi war als fester Bestandteil des MX2-Projekts eingeplant und sollte früh in der Saison Rennkilometer sammeln, um das Paket weiterzuentwickeln. Gerade in dieser Phase ist Kontinuität entscheidend – sowohl für den Fahrer als auch für das Team.
Diese fehlt jetzt.
Mancini hält das Programm am Laufen
Simone Mancini übernimmt, nach seinem kurzfristigen MX2-Einsatz in Argentinien, weiter und startet für das Beddini Racing Ducati Factory MX2 Team in Almonte in der hartumkämpften EMX250-Klasse. Mehr als ein Lückenfüller ist das nicht, aber es sorgt zumindest dafür, dass das Programm auf der Strecke präsent bleibt.
Beddini-Team – Bikes gestohlen
Gravierender ist die Situation abseits der Strecke. In Sevilla wurde dem Beddini Racing Ducati Factory MX2 Team nahezu die komplette Ausrüstung gestohlen – inklusive mehrerer Factory-Prototypen. Da diese Bikes keine eindeutigen Identifikationsmerkmale haben, ist eine Wiederbeschaffung schwierig.
Das betrifft nicht nur das aktuelle Rennwochenende, sondern auch die technische Grundlage des Projekts.
Unfall erschwert die Anreise
Die Probleme beim Beddini Racing Ducati Factory MX2 Team begannen bereits vor der Ankunft in Spanien.
Auf dem Weg nach Almonte verunglückte der Team-Truck in Italien. Das Fahrzeug kam von der Straße ab, kippte zur Seite und blieb im Straßengraben liegen. Nach aktuellem Stand gab es zwar Verletzte, allerdings offenbar ohne schwerwiegende Folgen.
Der materielle Schaden dürfte dagegen erheblich sein.
Der Transport kam damit abrupt zum Stillstand, Teile der Ausrüstung mussten kurzfristig neu organisiert und über alternative Wege nach Spanien gebracht werden. Für ein Team im Rennbetrieb bedeutet das vor allem eines: Zeitverlust und improvisierte Abläufe.
Im Zusammenspiel mit dem späteren Diebstahl in Sevilla ergibt sich damit eine ungewöhnlich angespannte Ausgangslage für das MX2-Projekt von Ducati – noch bevor überhaupt ein Rad in Almonte gedreht wurde.
Ausgangslage
Almonte wird für Ducati kein normales Rennwochenende. Es geht weniger um Ergebnisse, sondern darum, den Betrieb stabil zu halten und das Wochenende sauber durchzubringen. Der Saisonstart in Europa fällt damit deutlich komplizierter aus als geplant.
