Cairoli – bis zu vier Pro Motocross Starts im Raum
Antonio Cairoli plant bis zu vier Rennen in der Pro Motocross Sasion 2026
Die Idee steht im Raum, aber sie ist noch nicht entschieden: Antonio Cairoli könnte im Sommer erneut in den USA starten. Beim MXGP of Trentino hat er selbst bestätigt, dass bis zu vier Einsätze in der AMA Pro Motocross Championship möglich sind. Fix ist das Ganze aber noch nicht.
Und genau das passt eigentlich ziemlich gut zur aktuellen Situation.
Mehr als nur ein USA-Trip
Der Aufenthalt in den USA war kein kurzer Abstecher, kein PR-Termin und auch kein Nostalgie-Trip. Es ging um Arbeit. Zusammen mit Factory Connection wurde getestet, verglichen und vor allem versucht, das aktuelle Paket besser zu verstehen.
Gerade dieser Blick über den Tellerrand ist für Ducati wichtig. Die Strecken in den USA sind anders, der Fahrstil oft aggressiver, Starts haben einen anderen Stellenwert, Rhythmussektionen sind entscheidend. Dinge, die man im klassischen Testbetrieb nur bedingt simulieren kann.
Fortschritte, aber noch keine Antworten
Intern ist man sich einig, dass das Motorrad einen Schritt nach vorne gemacht hat. Mehr Leistung, bessere Abstimmung – vor allem in Bereichen, die im US-Format stärker ins Gewicht fallen.
Aber genau hier wird es interessant: Fortschritt im Test ist das eine. Die Bestätigung im Rennen ist etwas anderes.
Und genau deshalb taucht die USA-Option überhaupt erst auf.
Cairoli bleibt der Fixpunkt
Unabhängig davon, ob er selbst an den Start geht, bleibt Cairoli eine zentrale Figur im Projekt. Im Red Bull Ducati Factory MXGP Team läuft aktuell vieles zusammen, aber eben noch nicht alles rund.
Mit Calvin Vlaanderen, Andrea Bonacorsi und Jeremy Seewer steht die Struktur, aber die Konstanz fehlt noch. Gerade bei Seewer zeigt sich, wie sensibel das Zusammenspiel zwischen Fahrer und Motorrad aktuell ist. Cairoli ist dabei weniger der Mann für die Schlagzeilen, sondern der, der im Hintergrund die Richtung mitbestimmt.
Rennen als nächster Schritt
Sollte es zu Starts in den USA kommen, dann nicht als Comeback im klassischen Sinne. Es geht nicht darum, noch einmal „zu zeigen, dass er es kann“. Sondern darum, Daten zu sammeln, Abläufe zu testen und das Gesamtpaket unter echten Bedingungen zu sehen.
Rennen liefern oft die ehrlichsten Antworten. Vor allem dann, wenn ein Projekt noch in der Entwicklung steckt.
Entscheidung? Noch offen.
Ob Cairoli tatsächlich in den USA fährt, hängt aktuell von mehreren Faktoren ab – vom Zeitplan, vom Entwicklungsstand und davon, wie sich die nächsten Wochen entwickeln. Die Option liegt auf dem Tisch. Mehr aber auch nicht.
Was man aber jetzt schon sagen kann: Wenn Ducati diesen Schritt geht, dann nicht aus Showgründen. Sondern, weil man Antworten sucht, die man im Training und der MXGP allein nicht bekommt.
