Anton Wass: „Die Zukunft des Motocross ist elektrisch“
Stark Future Gründer Anton Wass
Als Anton Wass 2022 zum ersten Mal im Gypsy Tales Podcast über Stark Future sprach, klangen viele seiner Aussagen für zahlreiche Motocross-Fans ziemlich gewagt. Ein Elektromotorrad sollte den Sport verändern und sich mit den besten Verbrennern messen können. Vier Jahre später sieht der Stark-Future-Gründer seine Vision bestätigt.
„Die Zukunft ist elektrisch“
Moderator Jase Macalpine erinnerte zu Beginn des Gesprächs an die erste Podcast-Folge. Damals hatte Wass angekündigt, dass Stark Future nicht nur Rennen fahren, sondern auch beweisen werde, dass Elektromotorräder die Zukunft des Motocross sind.
Für den Schweden ist dieser Punkt inzwischen erreicht. „Ich denke, wir haben bewiesen, dass die Zukunft elektrisch ist.“ Dass inzwischen immer mehr Hersteller auf elektrische Antriebe setzen, überrascht ihn deshalb nicht. Für ihn war diese Entwicklung von Anfang an absehbar.
Das Ziel war nie nur ein Elektromotorrad
Wass macht deutlich, dass Stark Future nie einfach das beste E-Motorrad bauen wollte. „Unser Ziel war es nie, das beste Elektromotorrad zu entwickeln. Wir wollten das beste Motorrad bauen.“
Dabei gehe es nicht nur um Leistung. Fahrwerk, Rahmen, Handling und das gesamte Fahrerlebnis müssten stimmen. Genau deshalb arbeite Stark an jedem Detail des Motorrads und nicht ausschließlich am Elektromotor.
Sein Anspruch sei dabei eindeutig. „Wenn es irgendwo ein besseres Motorrad gibt, dann erwarte ich nicht, dass jemand unsere Maschine kauft. Unser Anspruch ist es, immer das beste Produkt anzubieten.“
Die Konkurrenz kommt – Stark will vorne bleiben
Dass andere Hersteller inzwischen ebenfalls elektrische Offroad-Motorräder entwickeln, sieht Wass gelassen. „Die anderen haben inzwischen erkannt, wohin die Reise geht. Aber sie holen uns nicht ein.“
Aus seiner Sicht reicht es nicht, sich nur auf den Antrieb zu konzentrieren. Wer dauerhaft erfolgreich sein wolle, müsse das gesamte Motorrad weiterentwickeln. Deshalb investiere Stark genauso viel Arbeit in Fahrwerk, Rahmen und Geometrie wie in Motor und Software.
Verbrenner werden zur Leidenschaft
Eine Aussage dürfte vor allem klassische Motocross-Fans beschäftigen. Schon vor einigen Jahren sagte Wass voraus, dass Motorräder mit Verbrennungsmotor langfristig vor allem aus emotionalen Gründen gekauft werden. „In zehn Jahren wird Nostalgie wahrscheinlich der einzige Grund sein, sich noch ein Motorrad mit Verbrennungsmotor zu kaufen.“
Ob diese Prognose eintrifft, wird sich zeigen. Fest steht aber, dass Elektromotorräder in den vergangenen Jahren einen gewaltigen Entwicklungsschritt gemacht haben und inzwischen längst mehr sind als eine technische Spielerei.
Das Ende ist für Stark noch lange nicht erreicht
Mit der VARG hat sich Stark Future einen festen Platz im Offroad-Sport erarbeitet. Für Anton Wass ist das jedoch erst der Anfang. „Wir wollen die führende Marke im Premiumsegment werden. Daran arbeiten wir jeden Tag.“
Sein Ziel ist klar: Stark Future soll nicht einfach Teil der Entwicklung sein, sondern sie anführen. Ob ihm das gelingt, werden die kommenden Jahre zeigen. Seine Überzeugung hat sich jedenfalls nicht verändert – für ihn fährt die Zukunft des Motocross elektrisch.
