179 Minuten Motocross: Haßbergen spart sich die letzte Minute

Beim 179 Minuten Motocross in Haßbergen spart sich der Veranstalter die letzte Minute zur üblichen 3 Stunden Marke

Beim 179 Minuten Motocross in Haßbergen spart sich der Veranstalter die letzte Minute zur üblichen 3 Stunden Marke

Drei Stunden Motocross? Das kann schließlich jeder. Steffen Hünecke, Veranstalter beim MSC Haßbergen, geht die Sache etwas anders an. Statt ein gewöhnliches Drei-Stunden-Cross auszuschreiben, verkürzt er die Renndauer kurzerhand um exakt eine Minute. Heraus kommt das 179-Minuten-Team-Motocross, das am 7. November 2026 ausgetragen wird. Ein neues Format? Zumindest auf dem Papier. Und ein Name, bei dem man unweigerlich zweimal hinschaut.

Am eigentlichen Rennprinzip ändert die fehlende Minute natürlich wenig. Drei Fahrer bilden ein Team, teilen sich die Renndistanz und versuchen, innerhalb der vorgegebenen Zeit möglichst viele Runden zurückzulegen. Gewonnen hat die Mannschaft, die nach 179 Minuten die höchste Rundenzahl vorweisen kann.

Wie die Teams ihre Fahrerwechsel organisieren, bleibt ihnen selbst überlassen. Wer möchte, kann längere Turns fahren. Andere werden vermutlich häufiger wechseln, um möglichst konstant schnelle Rundenzeiten zu erzielen. Eine vorgeschriebene Anzahl an Wechseln gibt es nicht.

Steht auch Jorgen-Matthias Talviku am Start?

Eine interessante Frage betrifft das mögliche Starterfeld. Ob sich neben den Hobbyfahrern auch bekannte Namen aus der Motocross-Szene nach Haßbergen verirren werden, ist bislang nicht bekannt.

Zumindest bei einem Fahrer wäre ein Auftritt nicht völlig überraschend: Jorgen-Matthias Talviku. Der 23-jährige Este war in der Saison 2026 für das von Steffen Hünecke geführte SHR Motorsports Team unterwegs und kennt das Umfeld entsprechend gut.

Dass der MSC Haßbergen ausgerechnet mit einem Foto von Talviku für die Veranstaltung wirbt, dürfte die Spekulationen zusätzlich anheizen. Eine offizielle Startzusage ist das natürlich nicht.

Ganz ausgeschlossen scheint es aber auch nicht, dass sich die Teilnehmer am 7. November plötzlich neben einem international erfahrenen Motocross-Piloten am Startgatter wiederfinden. Ob Talviku tatsächlich dabei sein wird, bleibt abzuwarten.

Rennstart um 12:30 Uhr

Los geht es am Samstag, dem 7. November, bereits am Vormittag. Von 8:30 bis 11:00 Uhr ist die Anmeldung im Rennbüro geöffnet. Dort erhalten die Mannschaften auch ihre jeweilige Boxennummer.

Das Training ist von 9:30 bis 11:30 Uhr angesetzt. Um 12:15 Uhr folgt die Fahrerbesprechung, bevor um 12:30 Uhr der Startschuss für die 179 Minuten fällt. Die Siegerehrung findet direkt im Anschluss an das Rennen statt.

Für die Verpflegung vor Ort ist ebenfalls gesorgt. Neben Getränken wird auch Bratwurst angeboten.

Drei Fahrer, drei Motorräder und eine gemeinsame Box

Jedes Team bekommt einen nummerierten Platz im Boxenbereich zugewiesen. Dort darf ein eigenes 3 × 3 Meter großes Faltzelt aufgebaut werden.

Vor dem Start werden die drei Motorräder in der Boxengasse abgestellt. Lediglich der erste Fahrer begibt sich in den Startbereich. Sobald gewechselt wird, muss auch der Transponder an den nächsten Fahrer übergeben werden.

Für die Zeitnahme ist ein AMB-Transponder erforderlich. Wer keinen eigenen besitzt, kann sich für 20 Euro einen ausleihen. Wichtig ist, dass sämtliche Transponder vor dem Rennen im Zeitnahmebüro neben der Boxengasse registriert werden.

Auch beim Tanken gibt es eine klare Vorgabe: Eine Umweltmatte unter dem Motorrad ist Pflicht.

105 Euro für drei Fahrer

Die Startgebühr beträgt 105 Euro pro Team, also 35 Euro je Fahrer. Wer noch keine komplette Mannschaft zusammenhat, kann sich auch einzeln für 35 Euro anmelden.

Für die jeweils drei besten Teams jeder Klasse gibt es Sachpreise der Sponsoren Hartje, Plews Tyres und Maxima Racing Oils. Anmeldungen sind über die Website des MSC Haßbergen oder den Link in der Instagram-Biografie des Vereins möglich.

Bleibt eigentlich nur eine Frage: Warum ausgerechnet 179 Minuten? Vielleicht wollte Steffen Hünecke einfach nicht noch ein gewöhnliches Drei-Stunden-Cross veranstalten. Mit einer Minute weniger hat er jedenfalls einen Namen geschaffen, der hängen bleibt.

Ob am 7. November tatsächlich auch Jorgen-Matthias Talviku am Start steht, bleibt abzuwarten. Sicher ist dagegen, dass Steffen Hünecke seinen Teilnehmern zumindest eine Minute weniger abverlangt als bei einem klassischen Drei-Stunden-Cross.