Monster Girls im Feuer – Unfall von Kylie Walton und Janey Lee trifft auch den Supercross
Monster Girls Kylie Walton (links) und Janey Lee bei Feuer schwer verletzt. / Foto: Monster Energy
Es sind die Geschichten, die man im Motorsport nicht schreiben will – und die trotzdem passieren. Beim Vorbereitungsrennen zur San Felipe 250 kam es zu einem schweren Unfall, der weit über die vierrädrige Offroad-Szene hinaus Wellen schlägt – denn die Verletzten kennt man auch gut aus dem US-Supercross.
Janey Lee und Kylie Walton, beides Monster-Energy-Girls, wurden bei einem Fahrzeugbrand verletzt, ausgelöst durch eine Explosion des Tanks. Beide befinden sich inzwischen in einer Spezialklinik in San Diego. Ihr Zustand soll laut US-Medien stabil sein. Mehr ist im Moment nicht entscheidend.
Sekunden, die alles verändern
Was passiert ist, klingt nach einem dieser Szenarien, die man eigentlich nur aus Erzählungen kennt. Während des Pre-Runs fing der unter dem Sitz verbaute Tank plötzlich Feuer. Innerhalb weniger Sekunden stand das Fahrzeug in Flammen. Kylie Walton reagierte sofort. Sie löste die Gurte von Janey Lee und zog sie aus dem Cockpit, bevor sich das Feuer vollständig ausbreiten konnte.
Ein bekanntes Gesicht aus dem Supercross
Für viele ist der Name Kylie Walton nicht zuerst mit Offroad verbunden. Wer regelmäßig die AMA Supercross verfolgt, kennt sie aus einem ganz anderen Kontext. Als Monster Energy Girl ist sie seit Jahren hinweg Teil der Serie – am Startgatter, auf den Podien, mitten im Geschehen.
Sie stand neben Fahrern wie Eli Tomac, Jett Lawrence oder Ken Roczen. Immer präsent, immer nah dran. Und genau deshalb trifft dieser Unfall auch das Supercross-Umfeld.
Mehr als nur ein Seitenwechsel
Der Schritt in den vierräudigen Offroad-Sport war kein Zufall. Gemeinsam mit Freundin Janey Lee hat Walton in den vergangenen Monaten ernsthaft begonnen, sich im Desert Racing zu etablieren. Erste Einsätze bei SCORE-Rennen, Starts beim King of the Hammers – das war keine einmalige Aktion, sondern ein klarer Versuch, sich sportlich zu entwickeln.
Der Unfall unterbricht diesen Weg abrupt. Und erinnert gleichzeitig daran, wie schmal die Grenze in diesem Bereich ist.
Wenn Motorsport zusammenrückt
In solchen Momenten zeigt sich, wie klein diese Welt eigentlich ist. Ob Supercross, Motocross oder Desert Racing – viele kennen sich, viele sind über Jahre hinweg Teil derselben Szene. Und auch wenn die Disziplinen unterschiedlich sind, bleibt das Gefühl gleich:
Wenn etwas passiert, betrifft es mehr als nur die direkt Beteiligten.
Was bleibt
Im Moment geht es nicht um Ergebnisse, nicht um Rennen, nicht um Platzierungen. Es geht darum, dass zwei Fahrerinnen einen Unfall überlebt haben, der deutlich schlimmer hätte enden können.
Und darum, dass eine Szene innehält. Nicht lange. Aber lange genug, um zu merken, dass hinter all dem Racing immer noch Menschen stehen.
