Triumph in der Enduro-DM: Mehr als nur ein Einstieg
Jeremy Sydow und Triumph starten in der Enduro DM 2026
Triumph macht ernst. Mit dem Auftakt der Deutschen Enduro-Meisterschaft (DEM) in Dahlen steigt die britische Marke offiziell in den deutschen Enduro-Sport ein – und kommt nicht als Mitläufer, sondern direkt mit einem klar strukturierten Programm und Titelambitionen.
Im Zentrum: Jeremy Sydow.
Dahlen als Standortbestimmung
Der Einstieg erfolgt nicht irgendwo. „Rund um Dahlen“ gehört seit Jahrzehnten zu den Konstanten im deutschen Enduro – ein traditionsreicher Auftakt, der früh zeigt, wer liefern kann. Und genau hier will Triumph ein Zeichen setzen.
Mit Sydow bringt man einen Fahrer an den Start, der 2025 nur knapp am Titel vorbeigeschrammt ist – und 2026 keine Zweifel mehr lassen will: „Für die Deutsche Meisterschaft habe ich mir vorgenommen, jedes Rennen zu gewinnen und am Ende den Titel zu holen.“
Das ist keine vorsichtige Zielsetzung. Das ist eine klare Kampfansage.
Doppelfokus: DM und Weltmeisterschaft
Interessant ist dabei die strategische Ausrichtung. Sydow denkt nicht nur national. „In der Weltmeisterschaft ist das Fahrerfeld wieder stark, dennoch peile ich das Podium an – und ich denke, dass die Top 5 realistisch sind.“
Das zeigt: Triumph baut hier kein reines DM-Projekt auf, sondern positioniert sich direkt im größeren Kontext. Nationale Serie als Plattform – aber mit internationalem Anspruch.
Vorbereitung auf Werksteam-Niveau
Der Wechsel ins Triumph-Werksteam bringt nicht nur neue Farben, sondern auch eine andere Professionalität in der Vorbereitung. Fünf Wochen Portugal, gezielte Tests, Rennsimulationen – dazu ein Start in der spanischen Meisterschaft als Belastungstest.
„Die Pre-Season lief sehr gut. Ich war fünf Wochen mit dem Team in Portugal zum Testen und Trainieren und bin auch einen Lauf zur Spanischen Meisterschaft mitgefahren – ein sehr guter Test für die WM.“ Das ist kein klassischer Winteraufbau – das ist ein Programm, das auf Performance ausgelegt ist.
Kölbach-Struktur: Breite statt Einzelprojekt
In der DM läuft das Ganze über das Offroadshop Kölbach Triumph Racing Team – und genau hier zeigt sich, dass Triumph mehr plant als nur einen Topfahrer zu platzieren. Mit Spachmüller, Hunger, Thelen und Bühnemann steht ein breites Line-up am Start. Unterschiedliche Erfahrungsstufen, unterschiedliche Rollen – aber ein gemeinsames Ziel: Präsenz zeigen.
Teammanager Tom Kölbach formuliert es entsprechend offensiv: „Wir konnten ein starkes Team auf die Beine stellen und ich kann es kaum erwarten, mit unserem neuen Look und den neuen Bikes in Dahlen an den Start zu gehen.“
Thoms als Beispiel für den nächsten Schritt
Parallel dazu wird auch der Nachwuchs eingebunden. Leon Thoms ist hier ein gutes Beispiel. Der Sieg beim 3-Stunden-Enduro in Wolgast war kein Zufall. Platz fünf in der E3 im Vorjahr zeigt, dass das Fundament da ist. Mit Unterstützung von Triumph bekommt er jetzt die Chance, sich weiter nach vorne zu entwickeln.
Genau solche Personalien entscheiden langfristig darüber, ob ein Projekt trägt.
Ein Einstieg mit klarer Richtung
Was hier in Dahlen startet, ist kein vorsichtiges Herantasten. Triumph kommt mit: einem Titelkandidaten, einer funktionierenden Teamstruktur, und einem klaren Plan.
