Romano zurück: Pro Circuit holt Ex-Team-Green-Talent in die 250SX East
Nick Romano kehrt zu Kawasaki zurück und bestreitet die 250SX East Meisterschaft
Jetzt geht alles ziemlich schnell für Nick Romano. Nach einer von Verletzungen geprägten Phase bekommt der US-Amerikaner genau die Chance, auf die viele Fahrer jahrelang warten – ein Platz im Monster Energy Pro Circuit Kawasaki Team.
Und das mitten in der laufenden Supercross-Saison.
Chance durch Verletzung – Adams fällt aus
Auslöser für den kurzfristigen Wechsel ist die Verletzung von Drew Adams. Der Rookie zog sich beim Daytona Supercross eine Daumenverletzung zu und musste operiert werden. Wie lange er ausfällt, ist aktuell offen – klar ist nur: Für die nächsten Rennen braucht Pro Circuit Ersatz.
Die Wahl fiel auf Romano. Ein Fahrer, der das Umfeld kennt – und genau jetzt liefern muss.
Debüt im direkten Härtetest
Sein erstes Rennen wird direkt zum Gradmesser: Nick Romano steigt beim East/West Showdown in Birmingham ein – also genau in dem Format, in dem sich die stärksten Fahrer beider Küsten direkt messen.
Kein langsames Reinkommen. Kein Aufbau über Wochen. Sondern sofort Druck.
Rückkehr zu vertrautem Terrain
Für Romano ist der Schritt zurück zu Kawasaki mehr als nur ein Teamwechsel. Es ist eine Rückkehr zu seinen Wurzeln.
In seiner Amateurkarriere war er fester Bestandteil des Team Green Programms und sammelte dort Titel und Siege – unter anderem bei den Mini O’s und dem Amateur Supercross in Daytona. Auch bei Loretta Lynn’s gehörte er regelmäßig zu den Podiumskandidaten.
Ein Talent, das früh aufgefallen ist – aber im Pro-Bereich nie konstant durchziehen konnte.
Karriere zwischen Potenzial und Rückschlägen
Seit seinem Pro-Debüt 2022 zeigte Romano immer wieder sein Speed-Potenzial. Top-10-Ergebnisse im SMX-System bestätigen das. Das Problem: fehlende Konstanz durch Verletzungen. Gerade die Saison 2025 ging nahezu komplett verloren. Die Folge: ein Schritt zurück, private Einsätze, Aufbauarbeit. Doch genau dieser Weg könnte sich jetzt auszahlen.
Vorbereitung auf die zweite Chance
In der Off-Season setzte Romano bewusst auf ein 450er-Setup als Privatfahrer – eine Entscheidung, die ihm jetzt in die Karten spielt. Der Wechsel zurück auf die 250er Pro Circuit Maschine fällt dadurch leichter.
Und vor allem: Er kommt vorbereitet. „Es ist ein wahr gewordener Traum, Teil von Monster Energy Pro Circuit Kawasaki zu sein. Ich freue mich riesig, mit diesem Team und dieser Gruppe von Menschen zu arbeiten. Diese Chance hätte zu keinem besseren Zeitpunkt kommen können, und ich habe mich so gut wie möglich darauf vorbereitet. Ich fühle mich körperlich fit und mental klar, die Off-Season ist sehr gut verlaufen. Ich bin bereit, wieder an den Start zu gehen und zu zeigen, was ich kann.“
Eine klare Aussage – und gleichzeitig ein Hinweis darauf, dass Romano diese Chance als echten Wendepunkt sieht.
Payton setzt auf Hunger statt Erfahrung
Auch Teamchef Mitch Payton macht deutlich, warum die Wahl auf Romano gefallen ist. „Wir freuen uns, Nick im Team begrüßen zu dürfen. Nachdem er bereits als Amateur im Team Green Programm war, ist es schön, ihn wieder bei Kawasaki zu haben. Er hat die gesamte Off-Season für genau so eine Chance trainiert und ist hochmotiviert, wieder Rennen zu fahren. Ich glaube an ihn und bin überzeugt, dass er diese Möglichkeit bestmöglich nutzen wird.“
Es ist kein Risiko-Transfer, sondern eine bewusste Entscheidung für einen Fahrer, der etwas zu beweisen hat.
Alles oder nichts
Für Nick Romano ist diese Verpflichtung mehr als nur ein Ersatzride. Es ist die vielleicht letzte große Chance, sich im Supercross-Fahrerlager nachhaltig zu etablieren. Die Voraussetzungen stimmen: bekanntes Umfeld, gute Vorbereitung, ein konkurrenzfähiges Bike.
Aber: Die Zeit ist begrenzt. Jetzt zählt jede Session, jeder Start, jedes Ergebnis.
