Rhythm-Drama: Plessinger raus nach Kollision mit Roczen

Aaron Plessinger blieb beim Zwischenfall mit Ken Roczen größtenteils unverletzt und erlitt nur Prellungen

Aaron Plessinger blieb beim Zwischenfall mit Ken Roczen größtenteils unverletzt und erlitt nur Prellungen. / Foto: Align Media

Der Abend in Indianapolis hatte für Aaron Plessinger eigentlich solide begonnen. Der Red Bull KTM-Pilot arbeitete sich im ersten Rennen kontrolliert nach vorne und brachte nach einem eher durchwachsenen Start Platz acht ins Ziel. Keine Sensation – aber ein Ergebnis, das zeigte, dass sich die Arbeit über den Tag hinweg auszuzahlen begann.

Doch im zweiten Rennen änderte sich die Dynamik schlagartig.

Roczen rutscht – Plessinger hat keine Chance

Plessinger erwischte diesmal einen deutlich besseren Start und befand sich früh innerhalb der Top-5. Die Pace stimmte, der Rhythmus ebenfalls – bis eine Szene in einer der technischen On-Off-Sektionen das Rennen abrupt veränderte.

Vor ihm befand sich Ken Roczen, der in der Passage kurz die Kontrolle verlor und leicht wegrutschte. Roczen reagierte sofort und überquerte das Hindernis anschließend mit einem Double.

Plessinger hingegen hatte sich bereits für den Triple-Sprung entschieden.

Ein klassischer Supercross-Moment, in dem zwei Linien aufeinandertreffen – und nur eine funktioniert.

Als Plessinger landete, war der Abstand zu Roczen plötzlich zu klein. Der KTM-Pilot traf direkt das Hinterrad der Suzuki und wurde unmittelbar aus dem Gleichgewicht gebracht. Der Einschlag katapultierte ihn heftig vom Motorrad.

Unterschiedliche Folgen für beide Fahrer

Beim Aufprall traf Roczens Hinterrad Plessinger am rechten Arm und hinterließ dort eine deutliche Prellung. Der Crash sah zunächst dramatisch aus, doch medizinisch kam der Amerikaner vergleichsweise glimpflich davon. Schwere Verletzungen konnten ausgeschlossen werden.

Während Plessinger sein Rennen jedoch beenden musste, konnte Ken Roczen den Lauf fortsetzen. Der Deutsche kämpfte sich nach dem Zwischenfall zurück ins Rennen, verlor durch die Szene jedoch entscheidend Zeit. Nachdem Roczen zuvor Lauf eins gewonnen hatte, kam er im zweiten Rennen schließlich nur noch auf Platz zehn ins Ziel – ein Resultat, das seine Hoffnung auf ein mögliches Top-Ergebnis des Abends frühzeitig zunichtemachte.

Rennen drei für Plessinger gestrichen

Nach dem Zwischenfall entschieden Team und Fahrer gemeinsam, auf einen Start im dritten Rennen zu verzichten. Die Belastung nach dem Sturz war zu hoch, das Risiko schlicht unnötig. Damit war der Abend für Plessinger vorzeitig beendet – und ein möglicher starker Gesamttag Geschichte.

Pause zur richtigen Zeit

Das nächste Rennen der AMA-Supercross-Saison 2026 steigt am 21. März in Birmingham. Die Pause im Kalender kommt für Plessinger genau zur richtigen Zeit – um die Blessuren auszukurieren und mit frischer Energie zurückzukehren. Denn eines zeigte Indianapolis trotz des Crashs deutlich: Die Geschwindigkeit ist da – manchmal fehlt im Supercross nur ein einziger Moment, damit sich ein Rennen komplett dreht.