Maxime Grau über seinen Wechsel zu Maddii Racing Honda
Maxime Grau startet 2026 für das Maddii Racing Honda Team in der MX2 Weltmeisterschaft.
Mit dem Wechsel zum Team Maddii Honda ABF Italia schlägt Maxime Grau ein neues Kapitel seiner Karriere auf. Der Franzose, der in den vergangenen Jahren unter anderem im ADAC MX Masters und bei Einsätzen in der MX2-Weltmeisterschaft auf sich aufmerksam machte, erhält 2026 die Chance auf ein komplettes Programm im GP-Paddock.
Der Schritt kommt in einer Phase, in der sich im Team aus der Toskana einiges verändert hat. Nach dem gesundheitlich bedingten Rückzug von Marc-Antoine Rossi wurde Grau kurzfristig als Ersatz verpflichtet – und damit Teil eines Projekts, das seit Jahren darauf ausgerichtet ist, junge Fahrer im internationalen Motocross aufzubauen.
Für den 20-Jährigen bedeutet der Wechsel nicht nur ein neues Motorrad in Form der Honda CRF250R, sondern auch ein neues Umfeld, neue Erwartungen und die Chance, sich dauerhaft in der MX2-Weltmeisterschaft zu etablieren.
Wir haben mit Maxime über seinen Wechsel zu Maddii Racing Honda, die ersten Tests, seine Ziele für die Saison und seine langfristigen Pläne im GP-Paddock gesprochen.
Maxime, dein Wechsel zu Maddii Honda ABF Italia kam relativ kurzfristig zustande. Wann hast du zum ersten Mal von der Möglichkeit erfahren, für das Team in der MX2-Weltmeisterschaft zu fahren?
Als sich die Möglichkeit mit Maddii ergeben hat, mir diese Chance zu geben, habe ich sie direkt angenommen. Ich bin wirklich sehr dankbar für diese Gelegenheit.
Du kommst aus einer Saison mit WZ Racing, in der du unter anderem im ADAC MX Masters und in der EMX-Serie gestartet bist. Wie schwer ist dir der Abschied von deinem bisherigen Team gefallen?
In den drei Jahren mit dem Team habe ich sehr viel gelernt. Deshalb war es natürlich nicht einfach, diesen Schritt zu gehen. Ich kann mich nur bei ihnen bedanken für alles, was sie für mich getan haben.
Du hast bereits Erfahrung in der MX2-Weltmeisterschaft gesammelt. Was macht diese neue Chance mit Maddii Honda ABF Italia für dich besonders?
Für mich ist das eine wirklich wichtige Chance. Mein Ziel ist es, mich im Laufe der Saison Schritt für Schritt weiterzuentwickeln.
Wie haben sich die ersten Tests auf der Honda CRF250R angefühlt und wo siehst du aktuell noch den größten Anpassungsbedarf?
Die Honda ist wirklich sehr einfach zu fahren und ich hatte direkt ein gutes Gefühl auf dem Motorrad. Der Rahmen fühlt sich sehr gut an und ich habe sofort Spaß damit gehabt.
Das Team Maddii hat eine lange Tradition darin, junge Fahrer aufzubauen. Was hat dich besonders davon überzeugt, dass dieses Umfeld der richtige nächste Schritt für deine Karriere ist?
Die Zusammenarbeit mit Maddii ist wirklich sehr gut. Das ganze Team hat mich wie eine Familie aufgenommen und ich fühle mich dort sehr wohl. Dafür bin ich sehr dankbar.
Du übernimmst im Team den Platz, den zuvor Marc-Antoine Rossi innehatte. Spürst du dadurch zusätzlichen Druck oder siehst du es eher als Chance, dich auf höchstem Niveau zu beweisen?
Nein, ich spüre eigentlich keinen Druck. Ich bin nicht der Typ Fahrer, der sich davon beeinflussen lässt. Ich werde einfach das machen, was ich am besten kann – fahren. Wenn ich mein Niveau abrufe, weiß ich, dass die Ergebnisse kommen werden. Im Moment geht es vor allem darum, Erfahrungen zu sammeln und das Motorrad immer besser kennenzulernen.
Wenn du auf deine bisherigen Einsätze in der EMX und deine Starts in der Weltmeisterschaft zurückblickst – welche wichtigsten Erkenntnisse nimmst du daraus für die kommende MX2-Saison mit?
Der wichtigste Punkt in der MX2 ist ganz klar der Start. Wir wissen alle, wie wichtig ein guter Start ist, weil das Feld sehr eng und schnell ist. Wenn du nur als Fünfzehnter startest, ist es sehr schwierig, wieder ganz nach vorne zu kommen. Deshalb ist der Start der Schlüssel.
Das Ziel des Teams ist es, regelmäßig um Top-10-Platzierungen zu kämpfen. Welche persönlichen Ziele hast du dir für deine erste vollständige Saison in der MX2-Weltmeisterschaft gesetzt?
Ich sitze erst seit zwei Wochen auf der Honda, deshalb geht es jetzt darum, das Bike besser kennenzulernen. Ich möchte vor allem konstanter werden und gute Ergebnisse einfahren. Ich weiß, wozu ich in der Lage bin.
Wie wichtig ist für dich die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Team wie Maddii Honda, gerade wenn es darum geht, sich langfristig im GP-Paddock zu etablieren?
Für mich ist es sehr wichtig, mit einem erfahrenen Team zu arbeiten. Sie helfen mir, mich als Fahrer weiterzuentwickeln und mich Schritt für Schritt im GP-Paddock zu etablieren.
Wenn wir ein paar Jahre nach vorne schauen: Wo siehst du deine Karriere perspektivisch – ist die MXGP-Klasse bereits ein langfristiges Ziel für dich?
Natürlich würde ich eines Tages gerne auch in den USA fahren. Aber im Moment konzentriere ich mich voll auf die MX2-Klasse. Ich bin erst 20 Jahre alt und habe noch Zeit. Mein Ziel ist es jetzt, mich hier weiterzuentwickeln und irgendwann ganz vorne mitzufahren.
