Max Anstie: Not-OP – dramatische Tage nach Seattle
Max Anstie musste sich, nach seinem Podium in Seattle, einer Not Operation unterziehen. / Foto: Yamaha
Es sind die Geschichten hinter den Ergebnissen, die den Sport manchmal in ein ganz anderes Licht rücken. Während die Fans in Seattle noch über das starke Podium von Max Anstie diskutierten, spielte sich hinter den Kulissen bereits ein ernstes medizinisches Drama ab. Wie seine Frau nun auf Instagram öffentlich machte, litt der Brite schon am Samstagabend – unmittelbar nach dem Rennen – unter starken Bauchschmerzen.
Zunächst schien es eine typische Rennbelastung zu sein. Doch die Beschwerden verschlimmerten sich im Laufe des Sonntags und eskalierten in der Nacht auf Montag dramatisch. Der Zustand verschlechterte sich so stark, dass er in den frühen Morgenstunden ins Krankenhaus gebracht werden musste.
Die Diagnose: akute Blinddarmentzündung. Noch am selben Tag wurde Anstie notoperiert – eine sofortige Entfernung des Blinddarms war notwendig. Ein Eingriff, der keinen Aufschub duldet.
Podium unter Schmerzen
Rückblickend bekommt das Ergebnis vom Wochenende eine völlig neue Bedeutung. Dass Anstie trotz bereits einsetzender Beschwerden auf dem Podium stand, unterstreicht einmal mehr seine mentale Stärke und Professionalität.
Seine Frau bezeichnete ihn in ihrem Statement als „Champ“ – nicht nur wegen des sportlichen Erfolgs, sondern vor allem wegen seines Durchhaltevermögens unter körperlichen Schmerzen. Am Dienstagnachmittag durfte er das Krankenhaus wieder verlassen. Die Familie konnte ihn abholen – ein Moment der Erleichterung nach intensiven Tagen.
Wie geht es weiter?
Eine Blinddarm-Operation gilt zwar als Routineeingriff, dennoch benötigt der Körper Zeit zur Regeneration. Gerade im intensiven Umfeld des Supercross-Zirkus ist Geduld gefragt. Ob und wann Anstie wieder ins Renngeschehen eingreifen kann, bleibt aktuell offen. Die fünfwöchige Pause der 250SX-Western-Regional-Serie kommt ihm hier auf jeden Fall zu Gute.
Eines steht jedoch fest: Das Podium von Seattle bekommt im Nachhinein eine ganz andere Wertigkeit. Manchmal sind es nicht nur Sekunden auf der Uhr, die beeindrucken – sondern der Wille, überhaupt am Start zu stehen.
