Mantova: Simon Längenfelder holt mit Doppelsieg den ersten Titel der Saison
Simon Längenfelder dominierte die zweite Runde der Internazionali d’Italia EICMA Series in Mantova
Simon Längenfelder hat bei der zweiten Runde der Internazionali d’Italia EICMA Series 2026 in Mantova ein klares Ausrufezeichen gesetzt. Mit zwei Laufsiegen (1-1) sicherte sich der Red-Bull-KTM-Pilot nicht nur den Tagessieg, sondern zugleich seinen ersten Titel der noch jungen Saison – und bestätigte eindrucksvoll seine starke Frühform.
Bereits im ersten Lauf präsentierte sich Längenfelder kontrolliert und konstant, ließ keine Zweifel an seiner Pace aufkommen und brachte den Sieg souverän ins Ziel. Auch im zweiten Rennen blieb das Bild ähnlich, wenngleich der Weg an die Spitze diesmal deutlich anspruchsvoller war. Die Tageswertung spricht dennoch eine klare Sprache: 50 Punkte, maximaler Ertrag
Fortschritte am Bike zahlen sich aus
Nach dem Rennen erklärte Längenfelder, dass sich die Arbeit der vergangenen Wochen nun auszahle. „Das Wochenende hier in Mantova war deutlich besser als in Alghero. Wir haben einige kleine Probleme am Bike gelöst, und ich habe mich viel wohler gefühlt“, so der Deutsche. Trotz des perfekten Ergebnisses betonte er jedoch, dass die Siege alles andere als selbstverständlich waren: „Es war ein 1-1, aber es war definitiv nicht einfach.“
Gerade Mantova gilt als Strecke, auf der Balance, Linienwahl und Rennintelligenz entscheidend sind – Eigenschaften, die Längenfelder aktuell in hoher Konstanz abrufen kann.
Lauf zwei: Geduld statt Aktionismus
Im zweiten Rennen musste Längenfelder zunächst Geduld beweisen. Valerio Lata übernahm früh die Führung, während Längenfelder kurzzeitig den Anschluss verlor. „Valerio war vorne, und viele dachten schon, er wäre weg“, schilderte Längenfelder die Situation. Doch statt überhasteter Manöver setzte er auf Strategie: „Dann wusste ich, dass ich pushen muss. Ich habe eine gute Linie gefunden – und dann ging es Schritt für Schritt nach vorne.“
Ein Blick auf die Rundenzeiten unterstreicht diese Aussage. Längenfelder fuhr konstant niedrige 2:04er-Zeiten und setzte im Rennverlauf gezielt Akzente, während seine direkte Konkurrenz Schwankungen zeigte. Der entscheidende Angriff gelang im letzten Renndrittel, ehe er sich an der Spitze absetzen konnte.
Zahlen, die überzeugen
Der zweite Lauf wurde über 15 Runden entschieden, Längenfelder siegte mit einer Zeit von 31:08.818 Minuten und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 48 km/h. Besonders bemerkenswert: Er gewann nicht über eine einzelne schnelle Runde, sondern über Konstanz und Kontrolle – ein typisches Merkmal reifer Titelanwärter.
Frühes Signal Richtung Saison 2026
Mit dem Gesamtsieg in Mantova übernimmt Längenfelder früh die Rolle des Taktgebers. Der erste Titel der Saison mag auf dem Papier „nur“ ein Vorbereitungserfolg sein, doch intern wie extern besitzt er Gewicht.
Mantova hat dennoch gezeigt: Simon Längenfelder ist bereit. Bereit, Verantwortung zu übernehmen. Bereit, Rennen auch dann zu gewinnen, wenn sie nicht perfekt laufen. Und bereit, 2026 von Beginn an eine zentrale Rolle im Titelkampf der MX2-Weltmeisterschaft zu spielen.
