Dominique Thury im Main Event von Anaheim 2

Dominique Thury hatte beim Anaheim 2 Supercross endlich wieder Spaß am Fahren

Dominique Thury hatte beim Anaheim 2 Supercross endlich wieder Spaß am Fahren. / Foto: Alias MX

Für Dominique Thury begann das zweite Anaheim-Wochenende mit einem guten Gefühl. Platz 16 im Zeittraining klingt auf dem Papier unspektakulär, war im extrem engen Feld aber absolut konkurrenzfähig. Vor allem eines war wichtig: Thury fühlte sich wohl auf dem Motorrad – und genau das hatte in den ersten beiden Saisonrennen noch gefehlt.

Vorlauf: knapp vorbei, aber nicht entmutigt

Im Vorlauf lief es starttechnisch noch nicht rund. Thury kam schlecht aus dem Gatter, arbeitete sich aber konstant nach vorne und beendete das Rennen auf Rang zehn. Knapp an der direkten Qualifikation fürs Main Event vorbei – ärgerlich, aber kein Rückschlag. Stattdessen hieß es: Fokus auf das LCQ

LCQ: Risiko, Puls – und ein starkes Finish

Auch im Hoffnungslauf war der Start nicht perfekt, doch diesmal kam Thury schnell in seinen Rhythmus. Er fuhr durchs Feld, übernahm in der Schlussphase sogar die Führung und setzte genau dort an, wo er es sich Runden zuvor vorgenommen hatte. Das Manöver wurde kurzzeitig zur Zitterpartie: quer in der Rille, Abflug auf den Strohballen, kurz neben der Strecke.

In diesem Moment dachte Thury selbst, das Wochenende sei vorbei. War es aber nicht. Er blieb sitzen, fand zurück auf die Strecke und brachte Rang zwei ins Ziel – das Ticket fürs Main Event war gelöst.

Main Event: Speed stimmt, Fehler kostet Plätze

Im Finale erwischte Thury einen mittelmäßigen Start, machte aber schnell Boden gut. In den ersten zehn Minuten lag er auf den Positionen elf bis zwölf – und das fühlte sich richtig gut an. Der Speed passte, das Fahren machte Spaß, und die technisch anspruchsvolle Strecke mit weichem Untergrund kam ihm entgegen. Kreative Linienwahl, viel Gefühl – genau sein Ding.

Dann der kleine Fehler: schief im Absprung, erneut im Strohballen, diesmal nicht mehr sitzen geblieben – nein, es folgte der Abflug. Mehrere Positionen gingen verloren, Thury rollte als 16. oder 17. wieder ins Rennen – gab aber nicht auf und kämpfte sich noch bis auf Rang 15 nach vorne.

Mehr drin, aber absolut positiv

Am Ende steht Platz 15 im Main Event von Anaheim 2 – und der fühlt sich besser an, als es das Ergebnis vielleicht vermuten lässt. Der Speed war da, das Gefühl stimmte, und ohne die Fehler hätte ein Platz um elf oder zwölf absolut im Bereich des Möglichen gelegen. „Hätte, hätte“, zählt im Rennsport zwar nicht – aber die Richtung ist klar.

Nächster Halt: Houston

Mit einem erreichten Main Event, neuem Selbstvertrauen und sichtbar steigender Form geht es für Dominique Thury jetzt weiter nach Houston. Dort wartet mit dem ersten Triple-Crown der Saison direkt die nächste Herausforderung.