Courtney Duncan: Nächster Rückschlag auf dem Weg zurück
Courtney Duncan muss ihr Comeback erneut verschieben. / Foto: Derrek Morrison
Courtney Duncan wollte 2026 zurück auf die Strecke. Zurück ins Racing. Zurück dahin, wo sie hingehört. Nach einer komplett verpassten WMX-Saison 2025 – ausgelöst durch eine Herzproblematik – war der Plan klar: Schritt für Schritt wieder ins Renngeschehen einsteigen. Ohne Druck, aber mit einer klaren Richtung.
Der erste Schritt war bereits gesetzt.
Australien als geplanter Neustart
Mit dem Oceania Women’s Motocross Cup in Wonthaggi hatte Duncan genau das richtige Rennen im Blick. Kein klassischer WMX-Lauf, aber ein Event mit internationalem Niveau – ideal, um sich wieder einzuordnen.
Noch wichtiger: Duncan stand im Aufgebot des neuseeländischen Teams. Eine besondere Rolle, denn Teamrennen bringen eine ganz eigene Dynamik mit sich. Weniger Einzelkämpfer, mehr gemeinsames Ziel.
„Ich habe mich wirklich darauf gefreut, bei diesem Event zu starten. Es ist immer eine Ehre, Neuseeland zu vertreten – besonders in diesem Team“, erklärte Duncan im Vorfeld.
Die Motivation war da. Die Vorbereitung auch. Doch statt Startgatter wartet die nächste Zwangspause. Bei einem Trainingssturz in Waikato zog sich Duncan mehrere gebrochene Rippen zu. Eine Verletzung, die im Motocross schnell passiert – aber Zeit braucht. Der geplante Neustart in Australien? Vom Tisch.
Ausgangslage bleibt anspruchsvoll
Die Realität im Hintergrund macht die Situation nicht einfacher. Schon vor Weihnachten erhielt Duncan die Nachricht, dass sie für die kommende WMX-Saison keinen festen Platz im Starterfeld hat. Nach einem Jahr Pause ist das nachvollziehbar – zeigt aber auch, wie eng und leistungsdicht das Feld inzwischen geworden ist.
Ein direkter Wiedereinstieg auf WM-Niveau war damit ohnehin keine Selbstverständlichkeit. Umso wichtiger war der geplante Zwischenschritt über internationale Rennen wie den Oceania Cup.
Verletzung bremst den Rhythmus
Rippenverletzungen gehören im Motocross zu den klassischen Problemen – und gleichzeitig zu den komplizierteren. Nicht wegen der Schwere der Diagnose, sondern wegen der Belastung im Alltag auf dem Motorrad. Jede Bewegung wirkt direkt auf den betroffenen Bereich. Fahren unter Schmerzen ist möglich, aber nicht sinnvoll. Ein zu früher Wiedereinstieg erhöht das Risiko, die Verletzung zu verschleppen.
Für Duncan bedeutet das: erneut pausieren, statt den Aufbau fortzusetzen.
Ziel bleibt unverändert
Trotz der erneuten Unterbrechung bleibt die Richtung klar. Duncan arbeitet weiterhin darauf hin, wieder in den Rennbetrieb zurückzukehren. Der Weg dorthin wird länger als geplant, aber er bleibt bestehen. Nach der Herzproblematik im vergangenen Jahr und der verpassten WMX-Saison war der Wiedereinstieg ohnehin in Etappen gedacht. Jetzt verschiebt sich dieser Ablauf weiter nach hinten.
Offene Perspektive für 2026
Wann Duncan wieder auf dem Motorrad sitzen kann, hängt vom Heilungsverlauf ab. Ein genauer Zeitplan lässt sich aktuell nicht festlegen. Gleichzeitig bleibt auch die sportliche Situation offen. Ohne festen WMX-Platz und mit einer weiteren Pause verschiebt sich die Frage, wann und wie sie sich wieder im internationalen Feld etablieren kann.
