Ben Watson gewinnt Saisonauftakt im Hawkstone Park
Ben Watson gewinnt Auftakt der britischen Motocross Meisterschaft 2026 im Hawkstone Park. / Foto: DirtStore
Regen, Schlamm und eine der traditionsreichsten Motocross-Strecken Europas – der Saisonauftakt der ACU British Motocross Championship im Hawkstone Park hätte kaum britischer sein können. Doch während viele Fahrer mit den schwierigen Bedingungen kämpften, nutzte Ben Watson den Tag für ein klares Statement.
Der Brite sicherte sich auf der neuen Triumph TF 450-X mit den Platzierungen zwei und eins den Gesamtsieg beim Meisterschaftsauftakt – und bescherte Triumph damit einen wichtigen frühen Erfolg im noch jungen Motocross-Projekt.
Schwieriger Start – Watson muss sich durchkämpfen
Der erste Lauf begann für Watson alles andere als ideal. Ein misslungener Start zwang ihn zunächst zu einer Aufholjagd durch das Feld.
„Ich habe meinen Start ein bisschen vermasselt. Meine Drehzahl war viel zu niedrig und ich wäre fast am Gatter stehen geblieben“, erklärte Watson nach dem Rennen.
Vom äußeren Startplatz kommend musste sich der ehemalige Grand-Prix-Pilot zunächst durch den Verkehr arbeiten. Doch schon in den ersten Runden zeigte sich, dass Watson auf dem sandigen Kurs von Hawkstone Park über das nötige Tempo verfügte.
„Ich konnte die erste Kurve außen relativ frei fahren und war danach ungefähr auf Platz sieben oder acht“, schilderte er seine Situation nach dem Start. Wenige Runden später hatte er sich bereits bis auf Rang zwei vorgearbeitet und begann, den Führenden unter Druck zu setzen.
Regen sorgt für Chaos im ersten Lauf
Kurz darauf verschlechterten sich die Bedingungen dramatisch. Einsetzender Regen verwandelte den ohnehin anspruchsvollen Kurs in eine rutschige Schlammspur. Mit dreckiger Brillen und ständig aufspritzendem Schlamm wurde die Sicht zunehmend zum Problem.
„Als der Regen einsetzte, war es eigentlich vorbei. Ich hatte nur ein Glas in der Brille und habe ständig versucht, sie sauber zu wischen“, erklärte Watson. „Wenn es regnet und der Schlamm nass wird, ist das einfach eine dieser Situationen. Am Ende war ich froh, hinter ihm ins Ziel zu kommen.“
Mit Rang zwei legte Watson dennoch eine solide Grundlage für den zweiten Lauf.
Lauf zwei: Watson schlägt zurück
Im zweiten Rennen zeigte Watson dann, warum er über Jahre hinweg zu den konstantesten britischen Fahrern auf internationalem Niveau gehörte.
Diesmal gelang ihm ein deutlich besserer Start – und schon auf der Startgeraden übernahm er die Kontrolle über das Rennen. Von da an diktierte er das Tempo an der Spitze.
Für Watson war der Sieg mehr als nur ein gutes Tagesergebnis. Nach mehreren Jahren im Grand-Prix-Zirkus wollte er bewusst wieder Rennen gewinnen.
„Wenn man als Kind anfängt, ist die britische Meisterschaft das große Ziel. Danach will man Schritt für Schritt in die Grand-Prix-Serie“, erklärte er. „Für mich war jetzt einfach der richtige Zeitpunkt, wieder Rennen zu gewinnen und dieses Gefühl zurückzubekommen.“
Der Hunger auf Siege ist zurück
Selbst ein kleiner Fahrfehler im Rennen änderte nichts am Ausgang. Watson fing sich schnell wieder und kontrollierte die Schlussphase souverän.
Der Laufsieg im zweiten Rennen bedeutete gleichzeitig den Gesamtsieg beim Saisonauftakt – und könnte für Watson mehr sein als nur ein gutes Ergebnis zum Start der Saison.
„Wenn ich diesen Hunger auf Siege und die Begeisterung für starke Ergebnisse wieder voll zurückbekomme, kann mir das vielleicht auch auf der Weltbühne weiterhelfen“, sagte der Brite.
Für Triumph ist der Erfolg in Hawkstone Park gleichzeitig ein starkes Signal. Die neue TF 450-X zeigte auf einer der schwierigsten Sandstrecken Großbritanniens ihr Potenzial – und Watson lieferte den passenden Beweis gleich beim ersten Auftritt der Saison.
