Webb sauer auf Sexton: „We’ll get him back“

Cooper Webb fehlt in der AMA Supercross Saison bisher das Podium

Cooper Webb fehlt in der AMA Supercross Saison bisher das Podium. / Foto: Feld Entertainment

Nach dem 450SX Main Event von San Diego war schnell klar: Cooper Webb hatte diesen Abend innerlich noch lange nicht abgehakt. Der amtierende Champion wirkte spürbar angefressen – Auslöser war eine Szene mit Chase Sexton, die dem Rennen eine zusätzliche Portion Brisanz verlieh.

Sexton musste nach einem verpatzten Start das Feld von ganz hinten aufrollen. Mit viel Tempo und der bekannten „Alles-oder-nichts“-Mentalität arbeitete er sich Position um Position nach vorn, bis er schließlich auf Webb auflief. Der Druck war hoch, der Platz knapp – San Diego eben.

Der entscheidende Kontakt

In einer Rechtskurve setzte Sexton zum Überholmanöver an. Eng, kompromisslos, typisch Supercross. Dabei kam es zum Kontakt: Sextons Hinterrad streifte Webbs Vorderrad, Webb ging zu Boden. Während Sexton die Szene ohne sichtbare Folgen überstand und später bis auf Rang vier vorfuhr, blieb Webb zunächst liegen – und verlor Rhythmus, Positionen und Geduld.

Webbs Version der Szene

Abseits der Strecke wurde Webb deutlich. In seinem Vlog erklärte er, dass er Sexton kommen sah und bewusst Platz ließ. Trotzdem sei er weit nach außen gedrückt worden, ohne echte Möglichkeit, die Situation sauber zu lösen. Ein kleiner Seitenhieb durfte dabei nicht fehlen: Sinngemäß merkte Webb an, dass sich Sextons neue Kawasaki in dieser Situation offenbar nicht besonders gut einlenken ließ.

Ruhiger Ton, klare Botschaft

Wer einen emotionalen Ausbruch erwartete, wurde enttäuscht. Webb blieb ruhig, fast nüchtern – aber eindeutig. Die Szene sei ärgerlich gewesen, abgeschlossen jedoch nicht. „We’ll get him back“, ließ der Champion wissen. Kein Drama, sondern eine Ansage.

Zündstoff für die Meisterschaft

Genau das macht diesen Zwischenfall so brisant. Cooper Webb ist kein Fahrer, der laut nachtritt – aber einer, der sich Situationen merkt. Und Chase Sexton dürfte spätestens jetzt wissen, dass dieser Kontakt nicht einfach als gewöhnliche Rennszene abgehakt wird. Die Meisterschaft hat damit nicht nur sportlich, sondern auch mental eine neue Ebene erreicht.