SuperEnduro-WM in Bilbao: Heimspiel, Ambitionen und ein Feld auf Augenhöhe
Die dritte Runde der SuperEnduro WM 2026 verspricht wieder actiongeladene Rennen. / Foto: Future7Media
Die FIM SuperEnduro World Championship macht an diesem Wochenende Station in Bilbao – und das dritte Saisonrennen verspricht Spannung auf mehreren Ebenen. Heimvorteil, aufstrebende Talente und ein hochklassiges Starterfeld sorgen bereits im Vorfeld für klare Botschaften: Geschenkt wird hier nichts.
Eine besondere Rolle nimmt Alfredo Gómez ein. Der Spanier steht nicht nur als Fahrer am Start, sondern ist zugleich Mitorganisator des Events. Hinter den Kulissen bedeutete das monatelange Vorbereitung – möglich nur dank eines großen Teams aus lokalen Clubs, Verbänden und Familie. Sportlich bleibt Gómez realistisch: Gesund bleiben, genießen, und ein Top-10-Ergebnis vor heimischem Publikum wäre bereits ein Erfolg.
Josep Garcia: Vom Lernjahr zum Podium
Für Josep Garcia entwickelt sich die SuperEnduro-Saison schneller als geplant. Ursprünglich als Erfahrungsjahr gedacht, stand der KTM-Pilot bereits auf dem Podium. Garcia betont, dass er in Bilbao ohne großen Erwartungsdruck fährt, aber immer mit 100 Prozent Einsatz. Vor heimischem Publikum sieht er die Unterstützung der Fans als Motivation, nicht als Belastung.
Eddie Karlsson: Konstanz mit Luft nach oben
Eddie Karlsson bleibt einer der konstantesten Fahrer im Feld. Kleine Fehler verhinderten zuletzt ein weiteres Podium, doch Platz drei in der Gesamtwertung zeigt seine Stärke. Für Bilbao erwartet Karlsson ein physisch anspruchsvolles Rennen – genau nach seinem Geschmack.
Johnny Walker: Vertrauen wächst
Nach seinem Sturz in Riesa reist Johnny Walker wieder fit nach Spanien. Der Brite sieht Verbesserungspotenzial, vor allem nach intensiven Trainingswochen. Die Strecke in Bilbao verspricht wechselnde Linien, viel Traktion – und damit beste Voraussetzungen für spannendes Racing im Spitzenfeld.
Billy Bolt: Favorit unter Druck
Auch wenn er es selbst relativiert: Billy Bolt geht erneut als Maßstab der Serie ins Rennen. Die Konkurrenz rückt näher, Fehler werden sofort bestraft, und selbst kleine Patzer können mehrere Positionen kosten. Bolt sieht genau darin den Reiz der aktuellen Saison: ein Niveau, das ihn zwingt, jedes Wochenende ans Limit zu gehen.
Bilbao als Gradmesser
Die Strecke in Bilbao gilt als technisch anspruchsvoll, mit weichem Untergrund und rutschigen Hindernissen. Fehlerverzeihend ist sie nicht – spannend dafür umso mehr. Mit einem engen Fahrerfeld, Heimhelden und ambitionierten Herausforderern sind die Voraussetzungen für ein intensives SuperEnduro-Wochenende gegeben.
Wenn sich am Samstagabend das Startgatter senkt, geht es nicht nur um Punkte, sondern auch um Statements. Bilbao dürfte zeigen, wie eng die SuperEnduro-Weltspitze in dieser Saison wirklich beisammenliegt.
