Schareina gewinnt Etappe drei – Sanders übernimmt die Dakar Gesamtführung

Tosha Schareina gewann die Stage 3 der Dakar 2026

Tosha Schareina gewann die Stage 3 der Dakar 2026. / Foto: HRC

Die dritte Etappe der Dakar Rally 2026 hat die Kräfteverhältnisse erstmals spürbar verschoben. Auf der langen und navigationsintensiven Schleife rund um AlUla war Präzision wichtiger als reiner Speed – mit klaren Auswirkungen auf Tages- und Gesamtwertung.

Den Etappensieg sicherte sich Tosha Schareina vom Monster Energy Honda HRC. Der Spanier meisterte die 421 Kilometer lange Wertungsprüfung am souveränsten und setzte sich am Ende mit 2:17 Minuten Vorsprung gegen Teamkollege Ricky Brabec durch. Honda feierte damit seinen ersten Doppelsieg der Dakar 2026.

KTM bleibt konstant – Sanders profitiert

Aus KTM-Sicht verlief der Tag weniger spektakulär, dafür umso effektiver. Daniel Sanders beendete die Etappe auf Rang drei, sammelte wertvolle Bonuszeit und baute damit seine Position in der Gesamtwertung aus. Nach drei Wertungstagen liegt der Australier nun an der Spitze des Klassements – vor den beiden Honda-Piloten Brabec und Schareina.

Sanders profitierte vor allem von seiner Konstanz. Während andere Fahrer Zeit durch Navigationsfehler verloren, kam er ohne größere Probleme durch die technisch schwierige Prüfung. Die Etappe verlangte über weite Strecken höchste Konzentration: enge Canyons, kaum sichtbare Spuren, ständige Rhythmuswechsel und hohe Geschwindigkeiten auf offenem Terrain ließen wenig Raum für Fehler.

Der Australier sprach im Ziel von einer der schwierigsten Navigationsprüfungen der bisherigen Rallye: „Das war definitiv eine der anspruchsvollsten Etappen, was die Navigation angeht. Das Tempo war teilweise niedriger als erwartet, dadurch wurde sauberes Navigieren umso wichtiger. Ich bin zufrieden, wie ich gefahren bin und dass ich einen guten Rhythmus gefunden habe.“

Schwieriger Tag für Canet

Deutlich härter traf es Edgar Canet. Der KTM-Pilot, der bis gestern noch die Gesamtwertung angeführt hatte, erwischte keinen guten Tag. Platz sieben auf der Etappe bedeutete einen spürbaren Zeitverlust – und den Absturz auf Rang vier der Gesamtwertung. Nach dem starken Auftakt der Rallye war Etappe drei damit ein erster Dämpfer für den jungen Spanier. „Es war eine extrem harte Etappe. Die Navigation war stellenweise sehr kompliziert, vor allem in den Canyons und Flussbetten, wo man die Spuren kaum sehen konnte.“ Trotzdem bleibt Canet ruhig: „So ist die Dakar. Es war ein schwieriger Tag, aber die Rallye ist noch lang und wir sind weiterhin im Kampf.“

Gesamtwertung neu sortiert

Nach drei Tagen zeigt sich ein neues Bild an der Spitze: Daniel Sanders führt die Rallye nun an, gefolgt von Ricky Brabec und Tosha Schareina, die mit dem Etappensieg wichtige Zeit gutmachen konnten. Canet lauert als Vierter weiterhin in Schlagdistanz, hat aber erstmals Rückstand auf die Spitze.

Mit Blick auf Etappe vier, die erneut lang und kräftezehrend ausfallen soll, bleibt die Ausgangslage spannend. Die Dakar ist noch jung – doch Etappe drei hat gezeigt, wie schnell sich das Blatt wenden kann, wenn Navigation wichtiger wird als pure Geschwindigkeit.

Gesamtwertung der Dakar 2026 nach Stage 3

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