Offiziell: Tim Gajser wechselt zu Monster Energy Yamaha Factory

Tim Gajser wechselt nach einem Jahrzehnt bei Honda nun zu Yamaha

Tim Gajser wechselt nach einem Jahrzehnt bei Honda nun zu Yamaha

Mit dem Wechsel von Tim Gajser zu Yamaha wurde heute eine der bedeutendsten Personalentscheidungen der kommenden MXGP-Saison öffentlich gemacht. Ab 2026 wird der fünffache Motocross-Weltmeister für das Monster Energy Yamaha Factory MXGP an den Start gehen. Nach mehr als einem Jahrzehnt bei Honda beginnt für den 29-jährigen Slowenen damit ein neuer Abschnitt seiner Karriere.

Gajser wird künftig die Yamaha YZ450FM pilotieren und bildet gemeinsam mit Maxime Renaux das Yamaha-Werksteam in der MXGP-Klasse. Auf dem Papier entsteht damit ein erfahrenes und leistungsstarkes Fahrerduo, das sowohl auf Titel als auch auf langfristige Stabilität ausgelegt ist.

Erfolgreiche Laufbahn mit klarer Linie

Tim Gajser zählt seit Jahren zu den konstantesten Fahrern in der MXGP. Nach dem Gewinn des MX2-Weltmeistertitels 2015 gelang ihm bereits 2016 der direkte Durchbruch in der MXGP-Klasse mit dem WM-Titel als Rookie. Es folgten weitere Weltmeisterschaften in den Jahren 2019, 2020 und 2022.

Seine Karriere ist geprägt von Konstanz, wenigen Fehlern und einer hohen Erfolgsquote. Insgesamt stehen fünf WM-Titel, zahlreiche Laufsiege und mehr als 50 Grand-Prix-Erfolge zu Buche. Auch in den vergangenen Saisons blieb Gajser trotz Verletzungsrückschlägen ein zentraler Faktor im Titelkampf.

Hintergrund des Wechsels

Der Schritt zu Yamaha ist als bewusster Neuanfang zu verstehen. Nach vielen Jahren in stabilen, eingespielten Team rund um Giacomo Gariboldi sucht Gajser neue Impulse und eine neue technische Basis. „Nach mehr als zehn Jahren mit derselben Marke ist es spannend, ein neues Kapitel aufzuschlagen. Ein Wechsel wie dieser bringt frische Motivation“, erklärt der Slowene.

Dabei ist ihm bewusst, dass die Umstellung Zeit braucht. „Mein erster Fokus wird darauf liegen, mich so schnell wie möglich auf dem neuen Motorrad wohlzufühlen“, so Gajser. Die eingeschränkte Vorbereitungszeit nehme er dabei bewusst in Kauf: „Wir haben nicht unendlich viel Zeit, aber ich freue mich auf diese Herausforderung.“

Yamaha setzt seit mehreren Jahren auf eine kontinuierliche Weiterentwicklung der YZ450FM und sieht in Gajser einen Fahrer, der diese Plattform auf höchstem Niveau nutzen und weiterentwickeln kann.

Für den japanischen Hersteller ist die Verpflichtung zugleich ein klares Signal in Richtung Konkurrenz. Mit einem mehrfachen Weltmeister im Team unterstreicht Yamaha den Anspruch, künftig wieder regelmäßig um Weltmeisterschaften zu fahren. So macht auch Gajser deutlich, dass der Anspruch unverändert hoch bleibt: „Ich bin bereit, alles zu geben und hoffe, dass wir um den Titel kämpfen können.“

Ausblick auf 2026

Der Fokus liegt nun auf der Vorbereitung und der Anpassung an das neue Motorrad. Gajser selbst betont vor allem die Bedeutung von Gesundheit, Abstimmung und Konstanz. Große Zielansagen bleiben aus, der Ansatz wirkt bewusst sachlich.

Mit dem Wechsel zu Yamaha endet für Tim Gajser ein langes Kapitel – und ein neues beginnt. Wie schnell sich diese neue Konstellation sportlich auszahlt, wird sich in der Saison 2026 zeigen. Klar ist jedoch bereits jetzt: Dieser Transfer hat sportliches Gewicht und dürfte die Kräfteverhältnisse in der MXGP nachhaltig beeinflussen.