Manuel Lettenbichler liefert in Riesa genau das, was zählt
Manuel Lettenbichler überzeugte bei der zweiten Runde der SuperEnduro WM 2026 in Riesa mit Konstanz. / Foto: Futrue7Media
Riesa war für Manuel Lettenbichler kein Abend für große Schlagzeilen – aber einer, der in der Gesamtbetrachtung enorm wichtig ist. Bei der zweiten Runde der SuperEnduro-WM zeigte der Deutsche vor heimischem Publikum genau das, was man von ihm erwartet: Konstanz, Übersicht und einen klaren Schritt in die richtige Richtung. Platz sechs am Ende des Abends klingt unspektakulär, sagt aber mehr aus, als es auf den ersten Blick scheint.
„Heimrennen sind einfach etwas Besonderes“, sagte Lettenbichler nach dem Rennen. „Vor diesem deutschen Publikum zu fahren, war richtig cool.“ Und das merkte man ihm an – nicht überdreht, sondern fokussiert.
Solider Start, sauber gearbeitet
Der erste Lauf begann wie so oft in Riesa: Chaos in der ersten Kurve. Lettenbichler blieb ruhig, ließ sich nicht auf unnötige Risiken ein und arbeitete sich Schritt für Schritt nach vorne. Platz fünf im Ziel – kein Ausreißer nach oben, aber ein starkes Fundament für den Abend.
Im zweiten Finale zeigte Lettenbichler dann, wozu er an diesem Abend fähig war. Perfekter Start, Holeshot, vorne drin. Lange sah es so aus, als könnte er sogar ein Wort um das Podium mitreden. Am Ende fehlte ein kleines Stück Pace, um ganz vorne zu bleiben.
„Ich war nah dran, aber noch nicht ganz da“, sagte er ehrlich. Gleichzeitig überwog das Positive: „Ich bin richtig zufrieden mit der Richtung, in die wir uns mit dem Bike und meinem Fahren bewegen. Es kann noch besser werden – aber wir sind dran.“
Kein Risiko, dafür Punkte
Im dritten Lauf ging es dann nicht mehr um Experimente. Lettenbichler fand sich früh auf Rang sechs wieder und hielt diesen Platz souverän bis ins Ziel. Keine Fehler, keine Dramen – genau das, was man an solchen Abenden braucht.
„Die Starts waren ordentlich, und ich habe mich meistens gut durch das Chaos gekämpft“, fasste er zusammen. „Im letzten Rennen konnte ich mich auf Platz sechs festsetzen und dort bleiben.“
Riesa bleibt Riesa
Neben der Strecke spielte auch die Atmosphäre eine große Rolle. Die Halle war voll, laut und emotional – typisch Riesa. „Ein riesiges Dankeschön an alle Fans“, sagte Lettenbichler. „Die Stimmung war brutal gut. Ihr seid einfach die Geilsten.“ Auch der Blick ins eigene Team kam nicht zu kurz. Lettenbichler gratulierte Josep Garcia offen zu dessen erstem SuperEnduro-Podium und machte klar, dass ihn solche Leistungen zusätzlich motivieren.
Am Ende steht ein sechster Gesamtrang mit den Ergebnissen 5-4-6. Kein Feuerwerk, aber ein Abend, der zeigt, dass Manuel Lettenbichler genau weiß, wo er steht – und wohin es geht. Die nächste Station heißt Bilbao. Und nach Riesa ist klar: Die Basis stimmt.
