Jonny Walker sammelt wichtige Punkte in Riesa – Rang zwei trotz Verletzung
Jonny Walker beim SuperEnduro Riesa 2026. / Foto: Future7Media
Riesa war für Jonny Walker einer dieser Abende, an denen viel richtig läuft – und am Ende trotzdem ein kleiner Haken bleibt. Bei der zweiten Runde der SuperEnduro-WM zeigte der Triumph-Pilot einmal mehr, warum er zu den konstantesten Fahrern im Feld zählt. Platz zwei in der Tageswertung, Platz zwei in der Meisterschaft – ein Ergebnis, das sitzt. Auch wenn der Abend für ihn nicht ganz sauber zu Ende ging.
Schon früh machte Walker klar, dass mit ihm zu rechnen ist. Im Zeittraining setzte er die Bestzeit und fühlte sich auf dem technisch anspruchsvollen Kurs sichtlich wohl. Im SuperPole reichte ein kleiner Fehler, um ihn auf Startplatz fünf zurückzuwerfen – kein Drama, aber nicht das, was er sich vorgenommen hatte.
Ein erster Lauf mit offenem Visier
Im ersten Finale war Walker sofort da. Guter Start, früh in der Spitzengruppe, wenig später sogar in Führung. Was folgte, war einer dieser SuperEnduro-Zweikämpfe, für die Riesa bekannt ist: eng, hart, mehrfacher Positionswechsel. Walker hielt lange dagegen, musste in der Schlussphase nach einem Fehler aber zurückstecken und kam als Zweiter ins Ziel.
Konstanz statt Risiko
Der zweite Lauf begann aus der zweiten Reihe, doch Walker arbeitete sich kontrolliert nach vorne. Platz drei, dann Platz zwei – sauber, ohne unnötige Hektik. Der führende Billy Bolt war außer Reichweite, aber Walker machte genau das, was an solchen Abenden zählt: Punkte sammeln, Druck aufrechterhalten, nichts wegwerfen.
Im letzten Rennen lief es dann nicht ganz nach Plan. Kein optimaler Start, frühe Rangeleien, viel Arbeit. Walker kämpfte sich zurück, war erneut im Podiumskampf, ehe ein Fehler in der letzten Runde alles zunichtemachte. Platz fünf – und dazu kam eine Schnittverletzung, die nach dem Rennen medizinisch versorgt werden musste.
Die Folge: Walker fehlte bei der anschließenden Pressekonferenz. Nach aktuellem Stand ist die Verletzung jedoch nicht gravierend und soll keinen Einfluss auf seinen Start bei der dritten WM-Runde in zwei Wochen haben.
Punkte gesammelt, Kurs gehalten
Mit den Ergebnissen 2-2-5 bleibt Walker Zweiter der Tageswertung – und Zweiter der Meisterschaft. Kein perfekter Abend, aber einer, der im Titelkampf wichtig ist. „Ich habe mich auf der Strecke nicht immer richtig wohlgefühlt“, sagte Walker später selbstkritisch. „Aber Platz zwei und die Punkte nehme ich mit.“
Weiter geht es in 14 Tagen in Bilbao. Und wenn Riesa eines gezeigt hat, dann das: Jonny Walker ist da, konstant – und mittendrin im Kampf. Auch wenn es zwischendurch weh tut.
