Jeremy Sydow – Wechsel ins Triumph Werksteam
Jeremy Sydow bei Vertragsunterschrift mit Triumph Factory. / Foto: Future7Media
Für die Saison 2026 schlägt Jeremy Sydow ein neues Kapitel auf: Der 25-Jährige wechselt ins Triumph Factory Racing Enduro Team. In der FIM EnduroGP World Championship wird Sydow in der Enduro1-Klasse an den Start gehen und zusätzlich die Deutschen Enduro-Meisterschaft bestreiten.
Sydows Karriere im Enduro verlief ohne große Umwege, aber mit stetigem Fortschritt. Nach dem Umstieg vom Motocross Ende 2022 folgte 2023 der zweite Platz in der Junior1-Wertung. In den beiden darauffolgenden Jahren etablierte er sich mit Top-5-Ergebnissen in der Enduro1-Klasse als feste Größe im WM-Feld – leise, aber zuverlässig.
Premiere auf dem Viertakter
2026 fährt Sydow erstmals einen Viertakter im Enduro-WM-Einsatz. Die Wahl fällt auf die TF 250-E. Für ihn geht damit ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung: „Ich wollte schon immer einen Viertakter fahren – gerade weil ich das im Enduro bisher noch nie gemacht habe.“
Schon beim ersten Test war das Vertrauen da: „Vom ersten Moment an habe ich mich auf dem Bike komplett zu Hause gefühlt. Das erlebt man nicht mit jedem Motorrad, und es hat mir sofort viel Selbstvertrauen gegeben.“ Der Wechsel ist bewusst gewählt und soll den nächsten Leistungsschritt ermöglichen.
An der Seitenlinie steht Paul Edmondson, der das Triumph-Programm seit dem Einstieg in die EnduroGP verantwortet. Für Sydow bedeutet das klare Strukturen, kurze Wege und ein Umfeld, das konsequent auf Entwicklung ausgelegt ist. Gleichzeitig weiß der Fahrer, dass Vorbereitung der Schlüssel ist: „Es ist ein komplett neues Paket für mich – deshalb ist die Vorbereitung extrem wichtig.“
Vorbereitung statt Versprechen
Bevor es im April in Italien ernst wird, stehen Tests und ein Trainingslager in Portugal auf dem Programm. Große Worte gibt es nicht – stattdessen klare Ziele: regelmäßig vorne mitfahren, Podestchancen nutzen und in der deutschen Meisterschaft um den Titel kämpfen.
Der Wechsel zu Triumph wirkt weder überraschend noch riskant. Sydow bekommt ein Werksteam mit wachsendem Enduro-Programm, Triumph einen Fahrer, der sich seine Position in der Weltmeisterschaft über Konstanz erarbeitet hat. Für 2026 ist das weniger ein Neuanfang – eher der nächste, gut überlegte Schritt.
