Dortmund lebt Supercross: Titel, Rekorde und große Emotionen
Im achten Jahr hat es endlich geklappt und Calvin Fonvielle ist Prinz von Dortmund. / Foto: ADAC
Drei Abende, randvolle Ränge und Motorsport am Limit: Das 41. ADAC Supercross Dortmund hat einmal mehr bewiesen, warum die Westfalenhallen als Herzstück der europäischen Supercross-Szene gilt. Vor rund 25.000 Zuschauern entwickelte sich ein Wochenende voller sportlicher Höhepunkte – geprägt von engen Titelentscheidungen, historischen Meilensteinen und starken Auftritten von Nachwuchs bis Weltklasse.
Aranda behauptet sich im Titelkrimi
In der Königsklasse blieb die Entscheidung bis zum letzten Rennen offen. Gregory Aranda setzte sich nach drei intensiven Renntagen knapp gegen seinen Teamkollegen Maxime Desprey durch und verteidigte damit seinen Titel in Dortmund. Mit nur zwei Punkten Vorsprung sicherte sich der Franzose erneut den Status als „König von Dortmund“.
Der entscheidende Akzent fiel am Sonntag, als Luke Clout den Finaltag dominierte. Der Australier gewann zwei der drei Heats und ließ damit seine Enttäuschung über den verpassten SX-Cup-Titel vergessen. Besonders die technisch anspruchsvolle Rhythmus-Sektion wurde zum Schlüssel für seinen Erfolg.
Soubeyras setzt neuen Maßstab
Abseits der Podiumsplätze sorgte Cedric Soubeyras für einen historischen Moment. Mit Rang vier übernahm der Franzose die alleinige Führung in der ewigen Bestenliste des ADAC Supercross Dortmund. Nach vielen Jahren auf konstant hohem Niveau ist er nun statistisch der erfolgreichste Fahrer in der Geschichte des Events.
Fonvieille dominiert die SX2-Klasse
In der SX2-Kategorie war Calvin Fonvieille das Maß der Dinge. Der Sarholz-KTM-Pilot gewann alle Rennen des Wochenendes und sicherte sich mit der Maximalpunktzahl souverän den Titel „Prinz von Dortmund“. Nach mehreren Podestplatzierungen in den vergangenen Jahren gelang ihm nun erstmals der ganz große Wurf in der Westfalenhalle.
Hinter ihm komplettierten Mickael Lamarque und US-Gaststarter Jace Kessler das Podium. Aus deutscher Sicht sorgte Paul Bloy für ein starkes Ergebnis: Als bester Deutscher beendete er das Wochenende auf Rang sechs und setzte mit einem dritten Platz im abschließenden Heat ein Ausrufezeichen.
Nachwuchs im Rampenlicht
Der Sonntag stand traditionell im Zeichen der jungen Talente. In der SX4-Klasse entschied Eddi Haustein das MAOAM Kids Race mit drei Siegen klar für sich und durfte sich über den Titel „Mini Prinz von Dortmund“ freuen. Dahinter überzeugten Bruno Lenarz und Maximilian Tse An Auer mit konstanten Leistungen.
Auch bei den Jüngsten der SX5 gab es Geschichte zu schreiben: Mit Hannes Bremke gewann erstmals ein Dortmunder Fahrer ein Rennen in der Westfalenhalle. Den Gesamtsieg der Drei-Tages-Wertung holte sich jedoch Oskar Gajewski, der damit neuer „Mini Mini Prinz von Dortmund“ ist.
SX NEXT: Drei Tage, drei Sieger
In der Nachwuchsklasse SX NEXT wechselten die Tagessieger mehrfach. Pius Bergmann sicherte sich dank konstanter Leistungen und einer starken Aufholjagd am Sonntag den Gesamtsieg der Eventwertung. Ergänzt wurde das sportliche Programm durch den SLT Sport Future-Preis, der die Nachwuchsarbeit zusätzlich würdigte.
Freestyle als emotionaler Höhepunkt
Den Abschluss jedes Veranstaltungstages bildete das Freestyle-Programm, das die Zuschauer regelmäßig von den Sitzen riss. Besonders Wyatt Fontenot sorgte bei seinem Deutschland-Debüt für Begeisterung. Gemeinsam mit Filip Podmol, Julien Vanstippen und Petr Pilat verwandelte er die Westfalenhalle in eine Showbühne voller spektakulärer Tricks.
Blick nach vorn
Die Bilanz des Wochenendes fällt eindeutig aus: Hochklassiger Sport, volle Ränge und eine starke Bühne für den Nachwuchs. Der nächste Termin steht bereits fest – vom 15. bis 17. Januar 2027 kehrt das ADAC Supercross Dortmund zurück. Der Vorverkauf für die 42. Ausgabe startet im März.
