Das Fahrerfeld des 41. ADAC Supercross Dortmund
Start beim ADAC Supercross Dortmund in der Westfalenhalle. / Foto: ADAC
Mit dem in knapp einer Woche stattfindenden 41. ADAC Supercross Dortmund zeigt sich nicht nur die traditionsreiche Veranstaltung selbst in bewährter Form, sondern auch das internationale Fahrerfeld in einer neuen Balance. Ein Blick auf die Starterlisten der SX1- und SX2-Klassen für die Jahre 2025 und 2026 offenbart klare Trends: weniger Fahrer insgesamt, dafür mehr internationale Durchmischung – insbesondere in der Königsklasse.
SX1: Frankreich bleibt Maßstab, das Feld rückt zusammen
In der SX1-Klasse präsentiert sich das Fahrerfeld 2026 leicht größer als im Vorjahr. 28 Starter stehen am Gate, einer mehr als 2025. An der Spitze der Nationenwertung ändert sich dabei wenig: Frankreich stellt mit elf Fahrern erneut das größte Kontingent und bleibt der zentrale Bezugspunkt der Klasse.
Dahinter zeigt sich jedoch Bewegung. Deutschland, Australien und die USA sind 2026 jeweils mit vier Fahrern vertreten und damit deutlich stärker präsent als noch im Vorjahr. Die SX1 gewinnt damit sichtbar an internationaler Breite. Ergänzt wird das Feld durch Starter aus Spanien sowie einzelne Teilnehmer aus Estland und Tschechien – ein Zeichen dafür, dass Dortmund für Spitzenfahrer aus ganz Europa weiterhin hohe Strahlkraft besitzt.
SX2: Weniger Starter – aber erklärbar
Deutlich stärker fällt der Umbruch in der SX2-Klasse aus. Während 2025 noch 36 Fahrer an den Start gingen, sind es 2026 nur noch 27. Dieser Rückgang verändert die Struktur der Klasse spürbar, ist jedoch bei genauer Betrachtung gut erklärbar.
Ein Teil der Reduzierung ist auf gezielte sportliche Entscheidungen zurückzuführen. Fahrer wie Pius Bergmann, Carl Massury oder Emil-Manuel Buccioni haben bewusst den Schritt in die seit diesem Jahr neue SX Next-Klasse gewählt, um unter realen Rennbedingungen mehr Erfahrung zu sammeln und sich sportlich weiterzuentwickeln.
Hinzu kommen verletzungsbedingte Ausfälle. Mit Ben Gosepath und Kevin Winkle fehlen zwei Fahrer, die ursprünglich für die SX2 eingeplant waren. Gleichzeitig starten mit Paul Haberland und Nico Koch zwei etablierte SX2-Namen in der SX1-Klasse.
Trotz des zahlenmäßigen Rückgangs bleibt die Klasse qualitativ hochwertig besetzt. Deutschland und Frankreich stellen mit jeweils sieben Fahrern weiterhin die stärksten Kontingente, während die USA konstant fünf Starter ins Feld bringen. Spanien zählt zu den klaren Gewinnern und ist 2026 mit vier Fahrern vertreten. Neue Nationen wie die Schweiz, Österreich und Chile sorgen zusätzlich für internationale Akzente.
Zwei Klassen, ein gemeinsames Bild
Über beide Klassen hinweg zeigt sich beim 41. ADAC Supercross Dortmund ein klarer Trend: Das Fahrerfeld wird kompakter, selektiver und gleichzeitig internationaler. Während 2025 noch 63 Fahrer in SX1 und SX2 antraten, sind es 2026 insgesamt 55.
Frankreich bleibt die einzige Konstante über beide Jahre hinweg, während sich dahinter die Kräfteverhältnisse verschieben. Deutschland verliert vor allem in der SX2 an Breite, bleibt aber strukturell stark. Nationen wie die USA und Spanien bauen ihre Rolle weiter aus.
Für die Fans bedeutet das: engere Rennen, mehr internationale Duelle und ein Fahrerfeld, das den besonderen Charakter des ADAC Supercross Dortmund einmal mehr unterstreicht – laut, schnell und hochklassig.
