Triumph startet mit McLellan und Farres in die MX2-Saison
Triumph Factory Racing Teammanager Vincent Bereni mit seinen beiden Fahrern McLellan (links) und Farres (rechts). / Foto: Ray Archer
Was schon lange als offenes Geheimnis galt, hat als letztes Factory Team nun auch Triumph Factory Racing seine Aufstellung für die kommende MX2-Saison bestätigt. Der britische Hersteller setzt weiterhin auf Kontinuität und schickt erneut Camden McLellan und Guillem Farres ins Rennen um Podestplätze und Rennsiege in der FIM Motocross-Weltmeisterschaft.
Beide Piloten werden auch 2026 auf der Triumph TF 250-X antreten – einem Bike, das in den vergangenen zwei Jahren zunehmend konkurrenzfähig geworden ist. Nach mehreren Podiumsplatzierungen im Jahr 2025 will das Team nun den nächsten Schritt machen.
McLellan will in Richtung Titelkampf
Für Camden McLellan markierte die vergangene Saison einen wichtigen Meilenstein. Beim fünften Lauf der Meisterschaft gelang dem Südafrikaner nicht nur sein erster MX2-Rennsieg – es war gleichzeitig auch der erste Triumph-Sieg in der MX2-Weltmeisterschaft.
Im weiteren Saisonverlauf sammelte McLellan zwei Gesamtpodestplätze und beendete die Meisterschaft schließlich auf Rang fünf – das bislang beste Ergebnis seiner Karriere.
Nun geht der Südafrikaner in seine dritte Saison mit Triumph und verfolgt ein klares Ziel: den nächsten Schritt Richtung Titelkampf. Während der Winterpause lag der Fokus vor allem darauf, in den entscheidenden Rennphasen noch konstanter zu werden und besonders die ersten Runden weiter zu verbessern.
Mit wachsender Erfahrung und einem Motorrad, das kontinuierlich weiterentwickelt wurde, soll 2026 regelmäßig um Podestplätze gefahren werden.
Farres baut auf die Erfahrungen seiner ersten Triumph-Saison
Auch Guillem Farres blickt auf eine ereignisreiche erste Saison mit Triumph zurück. Der Spanier feierte 2025 seinen ersten Laufsieg in der MX2-Klasse und stand insgesamt dreimal auf dem Podium.
Trotz dieser starken Momente verlief seine Saison nicht ohne Rückschläge. Eine Verletzung zwang Farres dazu, drei Grands Prix auszulassen. Dennoch gelang es ihm, die Meisterschaft am Ende auf Rang acht abzuschließen.
In der Vorbereitung auf die neue Saison arbeitete der Spanier intensiv mit dem Team an der Weiterentwicklung des Motorrads. Zahlreiche Tests und Set-up-Anpassungen sollten dabei helfen, das Paket noch besser auf seinen Fahrstil abzustimmen.
Zusätzlich lag der Trainingsfokus auf Bereichen, die im vergangenen Jahr noch Schwächen zeigten – insbesondere auf sandigen Strecken und bei der Konstanz über die gesamte Renndistanz.
Ein Team mit steigenden Erwartungen
Auch innerhalb des Teams spürt man, dass sich die Situation verändert hat. Während Triumph in den ersten beiden Jahren noch als Neueinsteiger galt, sind die Erwartungen mittlerweile deutlich gestiegen.
Die Verantwortlichen sehen klare Fortschritte bei beiden Fahrern sowie im gesamten Teamgefüge. Gleichzeitig wurde die Winterpause genutzt, um gezielt an Schwachstellen zu arbeiten und das Gesamtpaket weiter zu verbessern.
Interessant dabei: Triumph verzichtete bewusst auf klassische Vorbereitungsrennen vor dem Saisonstart. Stattdessen konzentrierte sich das Team darauf, möglichst viel Entwicklungsarbeit in Tests und Trainingssessions zu investieren.
Ein Projekt, das weiter wächst
Auch aus Sicht des Herstellers blickt man optimistisch auf die dritte Saison im MX2-Paddock. Nach zwei Jahren mit ersten Erfolgen fühlt sich das Projekt mittlerweile deutlich etablierter an.
Mit einem wachsenden Erfahrungsschatz, einem eingespielten Team und der kontinuierlichen Weiterentwicklung der TF 250-X soll 2026 der nächste Schritt gelingen. Unterstützt wird das Team dabei weiterhin von den technischen Ingenieuren aus dem Hause Triumph sowie von Partnern und Technikexperten.
Der Startschuss fällt in Argentinien
Die neue MX2-Saison beginnt an diesem Wochenende mit dem Auftakt in Argentinien. Insgesamt umfasst der Kalender 19 Grands Prix, die durch 17 verschiedene Länder führen werden.
Das Finale der Weltmeisterschaft ist für den 20. September in Darwin, Australien, angesetzt.
Bis dahin liegt ein langer und intensiver Weg vor dem Team. Doch nach den Fortschritten der vergangenen Saison reist Triumph mit einer klaren Botschaft in die neue Meisterschaft:
Der nächste Schritt ist das Ziel.
