Lucas und Sacha Coenen planen AMA-Pro-Motocross-Einsätze in den USA
Lucas und Sasha Coenen starten bei drei AMA Pro Motocross Rennen in der Saison 2026
Lucas und Sacha Coenen wollen 2026 erstmals echte AMA-Pro-Motocross-Luft schnuppern. Die beiden belgischen KTM-Werksfahrer planen aktuell drei Gaststarts in der amerikanischen Outdoor-Meisterschaft, die Teil der SuperMotocross-Serie ist. Damit könnten zwei der größten Nachwuchstalente des aktuellen MXGP-Paddocks schon in diesem Sommer erstmals direkt gegen die US-Elite antreten.
Die Einsätze sollen parallel zur laufenden MXGP-Saison stattfinden und wurden gemeinsam zwischen den europäischen und amerikanischen Red-Bull-KTM-Teams vorbereitet.
Drei mögliche AMA-Rennen im Kalender
Aktuell sieht der Plan drei ausgewählte AMA Nationals vor. Den Anfang könnte bereits am 13. Juni das Thunder Valley National in Lakewood, Colorado machen. Danach stehen Southwick am 11. Juli sowie das Ironman National Finale am 29. August auf der Liste.
Die Termine wurden bewusst so gewählt, dass sie zwischen einzelne MXGP-Wochenenden passen. Trotzdem hängt die endgültige Umsetzung weiterhin stark vom Verlauf der Weltmeisterschaft ab.
Gerade Lucas Coenen kämpft aktuell mitten im Titelrennen der MXGP-Klasse. Der Belgier führt die Weltmeisterschaft derzeit auf der Red Bull KTM 450 SX-F an und konnte bereits zwei Grand-Prix-Siege feiern.
Auch sein Bruder Sacha gehört in MX2 zu den stärksten Fahrern der Saison. Der Belgier liegt aktuell auf Rang zwei der Meisterschaft, gewann bereits ein Grand Prix und überzeugte zusätzlich mit mehreren Podien sowie einer bislang perfekten Bilanz in den Qualifikationsrennen am Samstag.
Coenen-Brüder wollen US-Motocross selbst erleben
Für beide Fahrer geht mit den geplanten Starts ein langjähriger Wunsch in Erfüllung. „Es ist offiziell: Wir planen drei Rennen der AMA Outdoors zu fahren“, erklärte Lucas Coenen. „Das ist ein Traum. Es wird eine verrückte Erfahrung.“
Besonders freut sich der Belgier darauf, die amerikanische Motocross-Szene erstmals selbst zu erleben und vor US-Fans zu fahren.
Auch Sacha Coenen machte deutlich, welchen Stellenwert die AMA Nationals für ihn haben: „Seit wir Kinder waren, haben wir die Rennen in den USA geschaut. Deshalb wird es etwas Besonderes sein, dort selbst fahren zu können.“
KTM nutzt die Verbindung zwischen MXGP und USA
Interessant ist dabei vor allem die enge Zusammenarbeit innerhalb des KTM-Werksprogramms. Während die Coenen-Brüder normalerweise unter Teamchef Davide De Carli in Europa unterwegs sind, sollen die AMA-Einsätze gemeinsam mit der US-Mannschaft rund um Ian Harrison umgesetzt werden.
Harrison zeigte sich bereits gespannt auf die beiden Belgier.
„Wir freuen uns darauf, Lucas und Sacha beim Thunder Valley National im Team zu begrüßen“, erklärte der amerikanische Teammanager. Besonders beim Motocross of Nations hätten beide Fahrer bereits gezeigt, welches Niveau sie mitbringen.
Spannender Vergleich zwischen MXGP und AMA
Die geplanten Starts dürften auch deshalb für Aufmerksamkeit sorgen, weil direkte Vergleiche zwischen MXGP- und AMA-Spitzenfahrern weiterhin selten geworden sind.
Gerade Lucas Coenen gilt aktuell als einer der spektakulärsten Fahrer der MXGP-Klasse. Sein aggressiver Fahrstil und seine Geschwindigkeit auf der 450er sorgen seit Monaten für Gesprächsstoff im Fahrerlager.
Mit den AMA-Rennen bietet sich nun erstmals die Gelegenheit zu sehen, wie konkurrenzfähig die Coenen-Brüder direkt gegen die amerikanischen Spezialisten auf den klassischen US-Outdoorstrecken sein können.
Besonders Thunder Valley und Southwick gelten dabei als anspruchsvolle Strecken mit komplett anderem Charakter als viele europäische GP-Kurse.
Genau deshalb dürften die geplanten Gaststarts weit über KTM hinaus für großes Interesse sorgen.
